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Pulmologie 7. Dezember 2015

Schutz vor Asthma

Kontakt mit Kuhställen senkt das Risiko.

Eine weitverbreitete genetische Veranlagung für Asthma lässt sich ausschalten: Betroffene sind als Säuglinge besonders für den schützenden Bauernhof-Effekt empfänglich.

Allergologen der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München haben gezeigt, dass sich bei Infekten der unteren Atemwege mit den richtigen Umwelteinflüssen sogar eine genetische Veranlagung wettmachen lässt, heißt es in einer Meldung der LMU. Dieselbe Genveränderung, die das Risiko für Asthma erhöht, macht besonders für Umwelteinflüsse empfänglich, die langfristig vor Asthma schützen: Kinder mit dieser veränderten Gensequenz, die im Alter von unter einem Jahr bereits mit Mikroorganismen in Ställen von Kühen und anderen Tieren regelmäßig in Kontakt kommen, entwickeln seltener Symptome von Infekten der unteren Atemwege als Kinder mit demselben Risiko, die sich nicht in Ställen aufhalten. „Daraus können wir schließen, dass diese Kinder später auch seltener Asthma entwickeln als Kinder, die nicht vom Stalleffekt profitierten“, sagt Markus Ege, Professor für klinisch-pneumologische Epidemiologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU. Die Forscher werteten Daten der Langzeitstudie „Pasture“ aus, an der fast 1.000 Mütter aus ländlichen Regionen teilnahmen und eine Art Tagebuch führten. Über die Ergebnisse wurde im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine berichtet.

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