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Pulmologie 30. Juni 2014

E-Zigarette beliebter als Nikotin-Inhalatoren

Aufhörwillige Raucher bevorzugen den elektronischen Dampf.

Warum sind E-Zigaretten bei Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, so beliebt, obwohl man kaum etwas über deren Sicherheitsrisiken oder über ihre Wirksamkeit weiß? Die Antwort liegt in der Art und Weise, wie sie vermarktet werden.

E-Zigaretten gelten einfach als „cooler“ als Nikotin-Inhalatoren. Zu diesem Schluss kommt Michael Steinberg, der Leiter einer Pilotstudie über Wahrnehmung und Nutzung dieser Ersatz-Glimmstengel ( Steinberg et al.: JGIM 2014 ).

Nikotin-Inhalatoren geben Nikotindampf ab, der eingeatmet und über die Zellen der Mundschleimhaut absorbiert wird. Studienergebnisse haben gezeigt, dass diese Inhalatoren keine Sicherheitsrisiken bergen und Rauchern bei der Entwöhnung helfen können. Obwohl sie seit 1997 von der FDA zugelassen sind, werden diese pharmazeutischen Produkte kaum genutzt.

Andererseits sind elektronische Zigaretten sehr beliebt. Dabei liegen kaum Daten über bestehende Sicherheitsrisiken oder Vorteile vor, denn diese Art von Zigarettenersatz wurde bisher noch nicht von den Behörden bewertet. In den E-Zigaretten wird eine nikotinhaltige Flüssigkeit erhitzt und anschließend inhaliert. Dabei entsteht sichtbarer Dampf, der inhaliert und ausgeblasen werden kann.

Das Team um Steinberg führte eine Cross-over-Studie durch, bei der 38 aktive Raucher jeweils für drei Tage die E-Zigarette und den Nikotin-Inhalator ausprobierten. Nach den Tests bewerteten die Teilnehmer die E-Zigarette als annehmbarer und cooler. Beim Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, wurde sie als hilfreicher und effektiver empfunden. Im Vergleich zum Inhalator sorgte die E-Zigarette auch für eine überdurchschnittliche Befriedigung und physische Belohnung. Sie wurde von den Teilnehmern sogar als gleichwertig zu den herkömmlichen Zigaretten aus Tabak bewertet.

76 Prozent der Teilnehmer konnten sich demnach tatsächlich vorstellen, eine E-Zigarette als Unterstützung bei der Rauchentwöhnung einzusetzen. Während der dreitägigen Testphase mit der E-Zigarette rauchten 18 Prozent (7 von 38) überhaupt keine Tabakzigaretten. Aus der Inhalator-Testgruppe konnten hingegen nur 10 Prozent (4 Teilnehmer) der Versuchung widerstehen.

Hinzu kommt, dass offenbar mehr Menschen E-Zigaretten kennen, und diese daher auch eher wahrnehmen, als Nikotin-Inhalatoren. Das Team um Steinberg geht davon aus, dass dies auf die bessere Vermarktung zurückgeht. Im Vergleich zur E-Zigarette wird der Inhalator nur wenig beworben.

Quelle: Pressemitteilung Springer

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