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Das Einblatt reinigt die Luft von Formaldehyd, Ammoniak und Acteon.

Die Grünlinie kann Formaldehyd, Toluol, Benzol und Xylol aus der Raumluft filtern.

 
Pulmologie 4. Dezember 2013

Grüne Klimaanlagen

Um das Raumklima zu optimieren, sind nicht immer teure Geräte notwendig: Zimmerpflanzen können die Luft befeuchten und von Schadstoffen befreien.

Der Durchschnittsösterreicher verbringt rund 90 Prozent seines Lebens in geschlossenen Räumen. Besonders während der Wintermonate ist die Luftqualität durch häufiges Heizen und seltenes Lüften mangelhaft. Aber auch Baumaterialien, Bodenbeläge, Tapeten, Möbeln oder Arbeitsgeräte führen durch Schadstoffe, die sie freisetzen, zu einer schlechten Luft in Innenräumen.

Zimmerpflanzen können dem entgegenwirken. Sie nehmen Kohlendioxid auf und erhöhen den Sauerstoffgehalt. Gleichzeitig sind sie eine kostengünstige Alternative zu Luftbefeuchtern: „Drei bis sechs Zimmerpflanzen mittlerer Größe erhöhen die Luftfeuchtigkeit eines Raumes von circa 30 m2 auf angenehme 45 bis 55 Prozent,“ erklärt Mag. Isabella Hollerer, Nachhaltigkeitsbeauftragte des Unternehmens „bellaflora“. Doch damit nicht genug: Bestimmte Pflanzen binden sogar Feinstaub und filtern Schadstoffe.

Grüne Luftreiniger auch im Schlafzimmer

Von Formaldehyd und Benzol über Aceton bis Zigarettenrauch – mit der richtigen Innenraumbegrünung liegen diese Chemikalien bald nicht mehr in der Luft. Zu den Alleskönnern unter den grünen Luftreinigern zählt der Efeu. Aber auch das Einblatt filtert die meisten Schadstoffe, die in Wohn- und Büroräumen vorkommen.

Efeu absorbiert Toluol, Benzol und Xylol, die z. B. in Abgasen, Farben/Lacken, Styropor und Insektiziden enthalten sind. Weiters filtert Efeu Trichloräthylen (in Farben, Klebstoffen, Lacken, Insektiziden) und Formaldehyd (in Bodenbelägen, Möbeln, Tabakrauch, Vorhängen etc.) aus der Luft.

Der Drachenbaum absorbiert Formaldehyd und Benzol, die Grünlilie ebenfalls und zusätzlich Toluol und Xylol.

Das Einblatt befreit die Luft von Aceton (in Klebstoffen, Farben, Lösungsmitteln), Ammoniak (in Reinigungsmitteln) und Formaldehyd. Die Areca-Palme absorbiert Toluol, Benzol, Xylol und Formaldehyd.

Im Schlafzimmer sind Pflanzen oft umstritten. Die Befürchtung, dass man durch die natürlichen Mitbewohner schlechter schlafe ist jedoch laut Experten unbegründet. „Ideal für die Begrünung von Schlafräumen ist der Bogenhanf“, so Hollerer. Er zählt zu den sogenannten CAM-Pflanzen, die vorwiegend nachts CO2 aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Weitere Vertreter sind beispielsweise die Echte Aloe sowie Orchideen und Kakteen.

Quelle: Presseinformation bellaflora

senft & partner, Ärzte Woche 49/2013

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