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Ausgedehnte Infektion von menschlichen Lungenbläschen durch MERS-CoV (grün) im direkten Vergleich zum hochpathogenen Influenzavirus H5N1 (rot). Während H5N1 nur eine Zellart der Lungenbläschen befällt, infiziert MERS-CoV alle Zellen. (blau: Zellkerne)
 
Pulmologie 12. November 2013

Neues zum MERS-CoVirus

Das MERS-Coronavirus (MERS-CoV) führt zu einer massiven Infektion menschlichen Lungengewebes, die in ihrem Ausmaß weit über eine Infektion mit dem H5N1-Influenzavirus hinausgeht.

Im direkten Vergleich mit hochpathogenen H5N1-Influenzaviren stellte sich heraus, dass sich beide Viren nahezu gleich stark im Gewebe vermehren können. Während das Influenzavirus jedoch nur eine Zellart (Typ-II-Zellen) infiziert, befällt MERS-CoV nahezu alle Zelltypen der Lungenbläschen, was das Lungenversagen bei schwer erkrankten Patienten erklären könnte. Weiters wurde in allen befallenen Zelltypen das Protein DPP4 nachgewiesen. Es wird vermutet, dass die Viren DPP4 als Eintrittspforte in die menschlichen Zellen nutzen ( Hocke et al.: Am J Respir Crit Care Med 2013 ).

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