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Pulmologie 2. September 2013

COPD

Gegen die Abwärtsspirale.

Die chronische Lungenerkrankung COPD sollte möglichst frühzeitig behandelt werden. Unbehandelt führt sie zu stärker werdender Atemnot mit der Folge, dass sich die erschöpften Patienten nur wenig bewegen.

Der resultierende Konditionsmangel verstärkt die Atemnot immer weiter und es kommt zu einer Abwärtsspirale. „Wer schon bei geringer Anstrengung außer Atem ist und das Gefühl hat, nicht mehr richtig durchatmen zu können, sollte das nicht als normale Alterserscheinung abtun. Denn die COPD entwickelt sind zwar langsam, schreitet unbehandelt aber unaufhörlich fort“, erklärte der Lungenarzt Prof. Dr. Michael Pfeifer beim Pharmacon in Meran.

Bei den Über-40-Jährigen leiden sechs Prozent der Männer und drei Prozent der Frauen in den westlichen Industrieländern unter COPD, Tendenz steigend. Zu den körperlich stark beeinträchtigenden Folgen kommen psychische Symptome, wie Depressionen oder Angstzustände, und oft leiden die Patienten zudem an Herzkrankheiten.

Bei der Therapie geht es in erster Linie darum, die Leistungsfähigkeit und damit die Lebensqualität zu verbessern, und das Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden. Dies wird neben den Medikamenten durch körperliches Training unterstützt, wobei auch schon ein regelmäßiger ausgedehnterer Spaziergang die Kondition nachweisbar verbessern kann - egal, wie schwer die Erkrankung ist. „Die Abwärtsspirale lässt sich aber durch Bewegung und die frühzeitige Inhalation von Medikamenten aufhalten.“ Wichtigste Prävention der COPD ist es, nicht zu rauchen.

Quelle: ABDA

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