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Pulmologie 27. Mai 2013

Bronchoskopische Intervention hat Langzeitnutzen

Seit die Lungenvolumenreduktion bei Emphysempatienten auch bronchoskopisch vorgenommen wird, hat das Verfahren an Attraktivität gewonnen. Eine Langzeitstudie mit 40 Patienten zeigt einen klinischen Nutzen über fünf Jahre.

Die Studie sei die bislang größte Langzeitstudie zur bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion, sagte Prof. Dr. Martin Kohlhäufl von der Klinik Schillerhöhe in Stuttgart beim Praxis-Update 2013.

Bei dem Verfahren wird bronchoskopisch ein Ventil in die zuführenden Atemwege emphysematischer Areale eingesetzt. Das Ziel ist, dadurch eine Absorptionsatelektase zu erzeugen, was das Diffusions-Perfusions-Ungleichgewicht in den Emphysem-Lungen verringern soll.

Die Patienten in der Studie hatten FEV1-Werte von im Mittel 23 Prozent, litten also an sehr schweren Emphysemen.

Nach der Implantation von durchschnittlich 3,6 Ventilen pro Patient verbesserte sich die Gehstrecke im Sechs-Minuten-Gehtest von 286 Meter vor dem Eingriff auf 402 Meter danach. Diese hoch signifikante Verbesserung (p=0,003) blieb bei jenen 60 Prozent der Patienten, die nach fünf Jahren noch lebten, auch im Langzeit-Follow up erhalten.

An möglichen Komplikationen des Eingriffs trat ein Pneumothorax zwei Wochen nach der Bronchoskopie auf. Außerdem kam es bei zwei Patienten zu Pneumonien.

Kohlhäufl betonte, dass das Verfahren mittlerweile insofern optimiert wurde, als heute Kollateralflüsse im Zielareal bronchoskopisch zuverlässig gemessen werden können. Existieren solche Kollateralflüsse, dann hat die Implantation eines Ventils keinen Sinn.

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