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Foto: photos.com
Das Schlafen mit einer Atemmaske ist gewöhnungsbedürftig. Manche Patienten brauchen eine Extraportion Motivation.
 
Pulmologie 30. September 2011

Ungeliebter Helfer: Die Atemmaske

Obstruktive Schlafapnoe: Atemtherapie verbessert Lebensqualität deutlich.

Eine Atemtherapie mit einem sogenannten CPAP-Gerät kann die Beschwerden einer obstruktiven Schlafapnoe lindern. Die nächtliche Behandlung mit der Atemmaske ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber lohnend.

 

Die CPAP-Therapie ist die am besten untersuchte Behandlung bei dieser Indikation. Dabei tragen Betroffene während des Schlafes eine Atemmaske, die die Nase umschließt. Über die Maske wird beständig Luft mit einem leichten Überdruck zugeführt, um die Atemaussetzer zu verhindern. Die Atemtherapie kann so die Beschwerden wirksam lindern.

Hausärzte sind wichtige Partner

Allerdings bedarf es einer gewissen Gewöhnung an die Atemtherapie, vor allem, wenn die Maske nicht gut sitzt, oder wenn es schwer fällt einzuschlafen, oder wenn die Nase trocken ist. „Mit praktischer oder psychotherapeutischer Unterstützung kann es gelingen, die CPAP-Therapie zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags zu machen und die Lebensqualität deutlich zu verbessern“, so Dr. Andreas Waltering, stellvertretender Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation im IQWiG.

Menschen mit Schlafapnoe profitieren von einer solchen Unterstützung, wenn sie rechtzeitig begonnen wird und länger andauert. Das zeigt die Zusammenfassung wichtiger Studien, die das deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt ausgewertet hat. „Hausärzte, Schlafmediziner oder die Fachleute, die in das CPAP-Gerät eingewiesen haben, sind hier mögliche Ansprechpartner“, sagt Walterin.

www.iqwig.de

  • Herr Josef hoza, 26.11.2011 um 23:21:

    „Leider melden sich immer wieder Betroffene bei unserer Selbsthilfegruppe, die mit der Maske nicht zurechtkommen und das CPAP dann nicht entsprechend verwenden. Die Maskenanpassung ist eine wichtige Maßnahme, die zum Teil von den Schlaflabors oder den versorgenden Firmen vorgenommen wird. Die Betroffenen werden zum Teil nicht nachversorgt, wenn die Maske doch nicht optimal passt. Zum Teil wissen die Betroffenen nicht wohin sie sich wenden sollen. Eine gute umfassende Information nach der Nacht im Schlaflabor bzw nach der Aushändigung des CPAP´s durch die Firmen wäre wünschenswert. Leider ist der Informationsfluss von Schlaflabor zu Schlaflabor verschieden und auch die versorgenden Firmen haben unterschiedliche Informationsbroschüren.
    Das die Verwendung der Maske die Lebensqualität verbessert, ist bei schwerer Schlafapnoe unbestritten, bei leichter Schlafapnoe hängt es von der Akzeptanz der Maske ab d.h. wie gut die Maske passt und wie gut die Einweisung ist.
    Bauchschläfer haben ebenfalls ein Problem, dafür gibt es keine optimale Maske.
    Wir helfen den Betroffenen im Rahmen unserer Möglichkeiten, vorwiegend durch Erfahrungsaustausch.
    Josef Hoza
    Gruppenleiter Selbsthilfegruppe Schlafapnoe
    www.schlafapnoe-shg.at“

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