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Pulmologie 30. August 2011

Asthma: Sprinter haben weniger Anfälle

Regelmäßiges leichtes Training als Teil des Asthma-Managements.

Obwohl asthmatische Anfälle nicht vorherzusehen sind, ist es den meisten Betroffenen durch sorgfältiges und gutes Management durchaus möglich, ein normales Leben zu führen und Anfälle ganz zu vermeiden. „Es gibt eine Menge Beispiele von Goldmedaillengewinnern bei Olympischen Spielen, die Asthmatiker sind“, sagte Prof. Dr. Stefano Del Giacco von der Universität Cagliari, Italien, am EAACI-Kongress.

Die Schwere und die Häufigkeit von Asthmaanfällen – und insbesondere von Anfällen beim Sport – können durch regelmäßige, aber mäßige aerobische Aktivität wie Laufen oder gemütliches Radeln reduziert werden. Dieses Training bewirkt offenbar, dass die Spiegel derjenigen Immunmoleküle, die für bronchiale Entzündungen und in der Folge für Asthmaanfälle verantwortlich sind, gesenkt werden. Gleichzeitig werden diejenigen, welche protektiv wirken, erhöht. Außerdem kann Bewegung Übergewicht verhindern, einen weiteren Risikofaktor für Asthma-Attacken.

Wer allerdings zu anstrengungsinduziertem Asthma neigt und durch rasche Atmung Asthmaanfälle erleidet, für den ist die Wahl der richtigen Sportart wichtig. Grundsätzlich gilt: Die Gefahr eines asthmatischen Anfalls beginnt nach fünf bis acht Minuten. Daher erhöhen kurze Sprints das Risiko nicht, denn die Anstrengung beim 100-Meter-Lauf dauert weniger lang als fünf Minuten. Für diese Asthmatiker sind also Kurz- und Mittelstreckenlauf sowie Leichtathletik allgemein risikoarme Sportarten. Ein mittleres Anfallsrisiko besteht bei Mannschaftssportarten wie Fußball und Basketball, mit ihren längeren, aber unterbrochenen Bewegungsphasen. Zu den Hochrisikosportarten zählen Ausdauersportarten wie Marathonlaufen oder Radrennfahren.

 

Quelle: EAACI

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