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Asthmasymptome können beim Herumtollen sehr hinderlich sein.
 
Pulmologie 26. April 2011

Asthma-Symptome bei Sportausübung

Therapie ermöglicht fast uneingeschränkte sportliche Belastbarkeit.

Exercise induced asthma bronchiale (EIA) ist bei etwa 80 Prozent der Asthmatiker im Kindes- und Jugendalter anzutreffen. Gerade in dieser Altersgruppe schränkt diese Erkrankung die Leistungsfähigkeit und den Spaß an Bewegung oft empfindlich ein.

 

Nicht selten ist sich die/der Betroffene überhaupt keiner Erkrankung bewusst, da EIA auch isoliert auftreten kann, d. h. das einzige Symptom einer asthmatischen Erkrankung ist. Mangelnde Perception, aber auch Dissimulieren sind hier nicht zu unterschätzende Aspekte.

Infekte, Allergien, Schadstoffe

Die Ursachen für diese Erkrankung sind unterschiedlich: Je jünger die Kinder, desto eher sind Infekte Auslöser von Atemnotzuständen. Mit zunehmendem Alter stehen dann vor allem Allergien im Vordergrund. Passivrauchen, Umweltschadstoffe und Ozon verstärken ebenfalls die bronchiale Hyperreagibilität.

Die Diagnostik stützt sich auf die Anamnese, aber speziell bei kleineren Kindern auch auf die Beobachtung von Betreuenden. Die apparative Diagnostik umfasst einige wenige Untersuchungen, und hier ist vor allem die Lungenfunktionsprüfung zu nennen, deren Aussagekräftigkeit vom Alter und der Mitarbeit des Kindes beeinflusst wird und bei jungen Probanden einiges an Erfahrung benötigt.

In Therapie und Prophylaxe haben sich einzelne Medikamente und Verhaltensmaßnahmen etabliert, die den Betroffenen meist nahezu uneingeschränkt volle Belastbarkeit in ihren Sportarten ermöglichen.

Der Betreuer sportlich leistungsorientierter Kinder und Jugendlicher sollte über ein entsprechendes Basiswissen verfügen, um die Betroffenen flankierend zu unterstützen und zu beobachten. Bei Verschlechterungstendenzen sind umgehend die entsprechenden Gegenmaßnahmen einzuleiten.

 

Dr. Klaus Altenburger ist Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde mit Schwerpunkt Pulmologie und Sportmedizin in Eisenstadt.

Von Dr. Klaus Altenburger, Ärzte Woche 17 /2011

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