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Pulmologie 1. November 2010

Der Zusammenhang zwischen extravaskulärem Lungenwasser und der Oxygenation bei drei Patienten mit Influenza A (H1N1)-induziertem Lungenversagen

Diese Fallsammlung berichtet über die Korrelation zwischen extravaskulärem Lungenwasser (EVLW) und dem arteriellen Sauerstoffpartialdruck/fraktionierten inspiratorischen Sauerstoffkonzentration (PaO2/FiO2) Quotienten bei drei Patienten mit schwerem Influenza A (H1N1)-induziertem Lungenversagen. Alle Patienten erlitten eine ausgeprägte Hypoxie (PaO2, 26–42 mmHg), mussten mit dem Biphasic Airway Pressure Mode (PEEP, 12–15 mmHg; FiO2, 0,8–1) mechanisch beatmet werden und wurden in 12 stündlichen Intervallen in die Bauchlage gedreht. Alle Patienten waren während 8–11 Tagen mit dem PICCO® System monitorisiert. Während der mechanischen Beatmung wurden ingesamt 62 simultane Bestimmungen des PaO2/FiO2 Quotienten und des EVLW durchgeführt. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem EVLW und dem PaO2/FiO2 Quotienten (Spearman-rho Korrelationskoeffizient, –0,852; p < 0,001). Bei allen Patienten war eine Abnahme des EVLW von einer Verbesserung der Oxygenation begleitet. Die Serumkonzentrationen der Laktatdehydrogenase waren bei allen Patienten erhöht und korrelierten signifikant mit dem EVLW während des Intensivaufenthaltes (Spearman-rho Korrelationskoeffizient, 0,786; p < 0,001). Zusammenfassend erscheint es, dass das EVLW bei Patienten mit schwerem H1N1-induziertem Lungenversagen erhöht ist und dabei eng mit Einschränkungen der Oxygenationsfunktion korreliert.

Walter R. Hasibeder, Martin W. Dünser, Milad Halabi, Gabriele Brinninger, Wiener klinische Wochenschrift 21/22/2010

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