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Pulmologie 12. Oktober 2010

Weltspirometrietag: Mit gutem Beispiel vorangehen

In Österreich leidet mehr als ein Viertel der Bevölkerung über 40 Jahre an einer Atemwegsobstruktion. Mit einer Schwerpunktaktion Spirometrie gingen die Teilnehmer der ÖGP-Tagung zu Studienzwecken mit gutem Beispiel voran. Sie wurden eingeladen, selbst die Fitness ihrer Lunge überprüfen zu lassen und mit aller Kraft ins Spirometer zu blasen.

Die Ergebnisse der Lungenfunktionstests werden in eine wissenschaftliche Studie einfließen, bei der die Lungenfunktion abhängig von Größe, Gewicht, Alter, Geschlecht und den Rauchgewohnheiten ausgewertet wird. Zusätzlich wurde den an der Schwerpunktaktion teilnehmenden Kongressbesuchern die Frage gestellt werden, ob sie einen offenen Kamin haben und ihn auch benutzen. Der Hintergrund: Eine amerikanische Studie hat ergeben, dass nicht nur das Rauchen von Zigaretten zum Lungenemphysem führt, sondern auch Besitz und Nutzung eines offenen Kamins. Offensichtlich, so die Studie, potenzieren sich die Belastungen durch Zigaretten- und Holzrauch und vervielfachen das Risiko für die Entwicklung eines Lungenemphysems.

„In Österreich leidet mehr als ein Viertel der Bevölkerung über 40 Jahre an einer Atemwegsobstruktion“, betont Prim. Prof. Dr. Host Olschewski, Kongress- und ÖGP-Präsident sowie Vorstand der Klinischen Abteilung für Pulmologie an der MedUni Graz, „aber nur zehn Prozent wissen davon und bekommen eine entsprechende Therapie. Wir Lungenfachärzte empfehlen Menschen mit ersten Symptomen einer möglichen COPD, einen Spirometrietest zu machen, um bei Bedarf frühzeitig ärztlich betreut zu werden. Jetzt liegt es an uns, hier mit gutem Beispiel voranzugehen.“

 

Quelle: Pressekonferenz zur Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie

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