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Pulmologie 16. April 2010

Vulkanasche kein Risiko für Asthmatiker

Von der Aschewolke aus Island gehen nach Auffassung von Lungenärzten derzeit keine direkten Gesundheitsgefahren aus. Asthmatiker sollten jedoch vorsichtshalber ein Asthmaspray dabei haben und die weitere Entwicklung verfolgen.

Die Aschewolke durch den Vulkanausbruch in Island wird nach Einschätzung von Professor Karl-Christian Bergmann von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin wahrscheinlich zu keinen akuten gesundheitlichen Problemen für Allergiker führen.

"Die Wolke befindet sich in mehreren Kilometern Höhe", so der Lungenarzt. "Selbst wenn einige Teilchen aus der Staubwolke in die Atemwege gelangen würden, lösten sie keine akuten Störungen der Gesundheit von Allergikern aus, auch nicht bei Asthmatikern mit vorgeschädigten oberen oder unteren Atemwegen, also Nase und Bronchien."

Die Aschepartikel könnten bei entsprechender Vorbelastung aber zu Irritationen führen, hieß es in einer Mitteilung britischer Gesundheitsberhörden. Menschen mit Asthma oder chronischer Bronchitis sollten deshalb Inhalatoren oder Medikamente mit sich führen und bei Symptomen wie Augenreizungen, laufender Nase, Halsweh oder trockenem Husten "ihre Aktivitäten im Freien einschränken".

Dr. Andreas Hellmann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Bundesverbandes der Pneumologen ist bei seinen Empfehlungen trotzdem vorsichtig: "Dreck in der Atemluft stellt bei chronischen Atemwegserkrankungen immer ein zusätzliches Risiko dar."  Der Augsburger Spezialist für Lungen- und Brochialheilkunde empfiehlt Asthmatikern gerade jetzt die regelmäßige Kontrolle per Peak-Flow-Meter und die Anpassung der Medikamente.

Quelle: Ärztezeitung.de

ÄZ/mut/dpa

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