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Pulmologie 6. Oktober 2009

Antibiotika bei COPD-Exazerbationen obsolet?

Häufigkeit von Virusinfektionen möglicherweise unterschätzt

Zwei beim jährlichen Kongress der European Respiratory Society vorgestellte Studien befassten sich mit der Ursache von COPD-Exazerbationen.

In einer Schweizer Kohortenstudie an 86 Patienten wurden bei den 44 exazerbierten Patienten in 22 Fällen Picornaviren, in acht Fällen Coronaviren, in sieben Fällen Metapneumoviren, in drei Fällen RSV und in je zwei Fällen Influenza- und Parainfluenzaviren identifiziert. Bei drei Patienten lag eine zweifache Infektion vor. In den klinisch stabilen Perioden fanden sich nur bei acht Patienten Viren. „Unsere Ergebnisse legen nahe, das rund die Hälfte der akuten COPD-Exazerbationen mit akuten viralen Infekten assoziiert sind“, erklärte Dr. Omar Kherad, Abteilung für Innere Medizin, Genfer Universitätsklinik. Griechische Forscher fanden sogar in 42 von 49 Patienten, die aufgrund von COPD-Exzerbationen hospitalisiert wurden, Viren als Ursache. Die häufigsten Erreger waren RSV (38,4 Prozent), Rhinoviren (elf Prozent), Parainfluenzaviren (9,6 Prozent), Coronaviren (2,7 Prozent), Metapneumoviren (2,7 Prozent) und Enteroviren (2,7 Prozent).

Quelle: ERS Wien, Abstract Nos. 591, 2830

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