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Onkologie 11. März 2016

Vermittler für die Krebsvorsorge

Wenn Angehörige von Darmkrebspatienten direkt angesprochen werden, gehen sie häufiger zur Koloskopie.

Eine persönliche Ansprache und Beratung kann Angehörige von Darmkrebspatienten eher dazu bringen, zur Vorsorgekoloskopie zu gehen als das reine Vorsorgeangebot. Das ist das Ergebnis der FAMKOL-Studie (Transdisziplinäre Förderung der Screening Teilnahme bei Personen für kolorektale Karzinome). Die Stiftung „Lebensblicke Ludwigshafen“ hat die Schirmherrschaft der Studie übernommen. In der Studie wurde untersucht, wie Menschen mit erhöhtem Risiko für Darmkrebs gezielt zur Vorsorge motiviert werden können.

Dazu informierten die Wissenschaftler zwischen Dezember 2013 und Juli 2015 mehr als 2.400 Patienten in 64 Darmkrebszentren darüber, dass ihre Verwandten ersten Grades ab 45 Jahren ein erhöhtes Risiko haben, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken. Sie baten sie, die Einladung zur Studie an ihre Angehörigen weiterzuleiten. Das Ergebnis: 80 von 100 Studienteilnehmern gingen daraufhin zur Koloskopie. Außerhalb der Studie nehmen üblicherweise maximal 20 Prozent der Anspruchsberechtigten die Darmkrebsvorsorge wahr.

Durch das Angebot einer pflegerischen Beratung, bei der gezielt auf Bedenken in Bezug auf die Untersuchung eingegangen wurde, stieg die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung an einer Vorsorgeuntersuchung um 27 Prozent.

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