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Onkologie 17. Oktober 2014

Darmkrebs

Risiko mit gesundem Lebensstil senken

Wer nicht übergewichtig ist, nicht raucht, Alkohol nur in Maßen konsumiert, körperlich aktiv ist und sich gesund ernährt, hat ein um etwa ein Drittel vermindertes Risiko, an Dickdarm- oder Mastdarmkrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt die große europäische Langzeitstudie (EPIC) mit mehr als 347.000 erwachsenen Teilnehmern.

Als gesunde Ernährung wird dabei Kost mit vergleichsweise viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, reichlich Nüssen sowie ausreichend Fisch und Joghurt definiert. Wenig gegessen werden sollten rotes Fleisch und Wurstwaren. Neu an der aktuellen Studie ist die erstmalige Untersuchung der kombinierten Effekte fünf gesundheitsfördernder Lebensstilmerkmale auf das Darmkrebsrisiko in Europa.

Als risikosenkend galten dabei: Nichtraucher zu sein, Alkohol nur in einem moderaten Maß zu trinken, ein normales Körpergewicht zu haben, körperlich aktiv zu sein sowie sich gesund zu ernähren. Studienteilnehmer, die zwei der gesundheitsfördernden Merkmale aufwiesen, hatten im Vergleich zu Personen, auf die kein oder nur ein günstiges Lebensstilmerkmal zutraf, ein um 13 Prozent verringertes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Wiesen die Teilnehmer drei der untersuchten Merkmale auf, sank ihr Erkrankungsrisiko um 21, bei vier Merkmalen um 34 Prozent.

Präventionsstrategien mit gesellschaftlicher Unterstützung

„Das Umsetzen dieses Wissens in gesellschaftlich aktiv unterstützte Präventionsstrategien könnte wesentlich dazu beitragen, ein frühes und häufiges Auftreten dieser Krebsform zu vermeiden und damit viel persönliches Leid zu verhindern“, stellt Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie.

springermedizin.de

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