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Onkologie 11. April 2014

Diagnostik und Differenzialdiagnostik der Tumor-Fatigue

Voraussetzung für Therapie und Rehabilitation

Viele Patienten sind von Tumor-Fatigue betroffen. Sie geht mit dem belastenden Gefühl unüblicher, intensiver Müdigkeit und Erschöpfung einher und kann zu erheblichen Leistungseinbußen bis hin zur Erwerbsunfähigkeit führen. Trotzdem ist sie nach wie vor unterdiagnostiziert. Die Diagnose ist jedoch Voraussetzung für die Therapie und Rehabilitation. Wie kann man sich der Diagnose „Tumor-Fatigue“ annähern?

Fast jeder Tumorpatient klagt zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Tumorerkrankung über Müdigkeit, Erschöpfung oder Energiemangel. Solche Beschwerden zeigen sich auf körperlicher, kognitiver und affektiver Ebene und werden unter dem Sammelbegriff „tumor-assoziierte Fatigue“ (cancer-related fatigue, CrF) subsumiert. Sie stehen meist nicht in Zusammenhang mit vorangegangener Anstrengung und lassen sich durch Ausruhen kaum beeinflussen. Die Beschwerden können selbst limitierend sein, aber auch chronifizieren und nach abgeschlossener Tumortherapie noch jahrelang persistieren [ 1 ]. Je nach Art und Ausprägung ist der Leidensdruck bei Patienten und Angehörigen beträchtlich. Neueren Untersuchungen zufolge ist die Tumor-Fatigue zudem mit kürzeren Überlebenszeiten assoziiert [ 2 ].

 

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