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Pankreaskopftumor (benign), intraoperative Fotodokumenation.
 
Onkologie 19. März 2014

Schwedische Forscher stellten neue Methode zur Krebs-Diagnose vor

Bauchspeicheldrüsenkrebs soll so im Frühstadium entdeckt werden.

Schwedische Wissenschafter haben eine neue Methode zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt. Vorläufersymptome könnten auf diesem Wege mit 97-prozentiger Sicherheit erkannt werden, um den Krebs schon in einem frühen Stadium behandeln oder gar stoppen zu können, erklärte ein Forscherteam der Universität Göteborg.

Die Medizinerin Karolina Jabbar vom Sahlgrenska-Krankenhaus in Göteborg verglich die Methode mit einer herkömmlichen Endoskopie. Allerdings werde das Organ durch Ultraschall deutlich präziser abgebildet, um gezielt Flüssigkeitsproben entnehmen zu können. Dank dieses Vorgehens lasse sich dann bestimmen, in welchem Stadium sich der Krebs befinde. Die neuartige Prozedur soll den Angaben zufolge operative Eingriffe verhindern helfen und möglichst innerhalb von fünf Jahren zur Anwendung kommen.

Die Forscher testeten ihre Methode auch an Patienten mit bereits vorhandenen Tumoren, um feststellen zu können, ob bereits Krebszellen entstanden sind. Den Angaben zufolge lagen sie dabei in 90 Prozent der Fälle richtig. Die Forscher erhoffen sich nun, Patienten mit dringendem Operationsbedarf rasch von solchen unterscheiden zu können, bei denen eine spätere Behandlung vorhandener Zysten ausreicht.

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird heutzutage oftmals erst in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Nach der Diagnose sterben 19 von 20 Patienten an den Folgen der Krankheit. In den meisten Fällen wird der Tumor erst entdeckt, wenn er schon andere Organe befallen hat.

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