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Onkologie 10. Februar 2014

Spätfolgen im Visier

EU-Projekt erforscht Leben nach Krebs.

Sie sind jung, haben Krebs und besiegen die Krankheit dank moderner Therapien. Doch wie sieht es mit den Spätfolgen aus? Das soll ein Forschungsprojekt auf EU-Ebene analysieren.

Die Europäische Union (EU) finanziert seit November vorigen Jahres das sechs Millionen Euro teure Projekt „PanCareLIFE“. Dabei sollen die Spätfolgen von Krebstherapien bei Kindern mit Blick auf Lebensqualität, Hörstörungen und spätere Fruchtbarkeit bei Frauen erforscht werden. Involviert sind acht Nationen (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Schweiz, Tschechische Republik), deren Daten die Forscher auswerten. In der Universitätsmedizin Mainz führt PD Dr. Peter Kaatsch, Leiter des deutschen Kinderkrebsregisters vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI), die unterschiedlichen Patientendaten aus der EU zusammen und koordiniert auch das Projekt. Die Studie soll zudem auch genaue Daten liefern, wie sich Krebstherapien auf psychosoziale Reintegration, Berufsfindung und Familiengründung auswirken und dabei hilfreich sein, die Behandlung und Nachsorge der betroffenen Kinder und jungen Erwachsenen weiter zu verbessern.

Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen den Patienten auch online auf der Website www.kinderkrebsinfo.de für die jeweilige Krebserkrankung zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.pancare.eu

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