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Pankreas
 
Onkologie 27. Jänner 2014

Bewertung der Auswirkung von Begleiterkrankungen auf das Überleben mit Pankreaskrebs ...

... unter Verwendung des „Charlson Komorbiditäts Index“ und der „Cumulative Illness Rating Skala“.

Grundlagen: Die Auswirkung von Begleiterkrankungen auf den Erfolg der Therapien, die Patienten erhalten, ist ungesichert, da oft gesunde ältere Patienten beziehungsweise Ältere mit nur wenigen Begleiterkrankungen in die Studien eingeschlossen werden.

In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss von Begleiterkrankungen auf das Überleben durch Verwendung des Charlson Komorbiditäts Index (CKI) und der Kumulativen Erkrankungs-Bewertung Skala (KEBS) bewertet.

Material und Methoden: Die Allgemeinsituation und Begleiterkrankungen von Patienten mit Pankreaskrebs wurden retrospektiv an Hand der Krankengeschichten mit Hilfe eines automatisierten Systems erhoben. CKI und KEBS wurden als Indices verwendet.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 106 Patienten mit Pankreaskrebs in die Studie aufgenommen. Die mediane Gesamt-Überlebenszeit betrug 9 Monate (95 % CI; 6,7–11,3). Bei den Patienten mit einen CKI < 2 lag die Gesamtüberlebenszeit bei 9,4 Monaten (95 % CI; 6,7–12,1); bei den Patienten mit einem CKI ≥ 3 lag sie bei 6,2 Monaten (95 % CI; 4,0–8,3). Bei der Einteilung nach KEBS ergab sich eine Gesamtüberlebenszeit von 9,8 Monaten (6,3–13,4) bei jenen ≤ 2 und von 8,3 (95 % CI: 6,0–10,6) bei einem KEBS Wert von ≥ 3 (p = 0,51). Die Berücksichtigung der Operation, der Bestrahlung, des Stadiums und des CKI Scores in der Multivarianz Analyse ergab, dass nur die Therapiemodalität einen signifikanten Einfluss auf die Überlebensrate hatte.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse des Einsatzes von Komorbiditätsindices sind bei Krebserkrankungen mit geringer Lebenserwartung, wie dem Pankreaskrebs, widersprüchlich. Neue prognostische Skalen sollten für diese Patienten unter Berücksichtigung der Nebenwirkungen der Chemotherapie erstellt werden.

F. Tugba Kos, Ozan Yazici, Burak Civelek, Metin Seker, Zafer Arik, Sercan Aksoy, Dogan Uncu, Nuriye Ozdemir, Nurullah Zengin, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2014

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