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Onkologie 28. November 2013

Pflege in der Onkologie

Spitzenmedizin ist Spitzenversorgung — auch in der Pflege

In Österreich laufen derzeit Bestrebungen die Berufsbezeichnung „Cancer Nurse“ zu etablieren und qualifizierte Weiterbildungen werden an mehreren Ausbildungsstätten angeboten. In Deutschland bedeutet die Absolvierung einer anerkannten Weiterbildung auch formal eine hÖhere Qualifizierung über den staatlich anerkannten Abschluss als Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger für Onkologie.

Die Akademie für Gesundheitsberufe am Universitätsklinikum Ulm bietet beispielsweise ab März 2014 wieder die berufsbegleitende Weiterbildung „Pflege in der Onkologie“ an. Der zweijährige Lehrgang befähigt zur umfassenden und qualifizierten Pflege krebskranker Menschen aller Altersstufen und in allen Krankheitsphasen. „Es ist ein sehr positives Signal, dass im kommenden Jahr erneut ein Lehrgang beginnt“, sagt Prof. Dr. Hartmut DÖhner, ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III, der einen engen Zusammenhang zwischen dem Status des Integrativen Tumorzentrums (CCCU) als ein zertifiziertes Onkologisches Zentrum und exzellenten pflegerischen Leistungen sieht: „Der Weiterbildungslehrgang ist ein wichtiger und auf die Zukunft ausgerichteter Baustein unseres onkologischen Behandlungs- und Versorgungskonzeptes, von dem unsere Patientinnen und Patienten sehr stark profitieren.“

Großer Bedarf und große Nachfrage

„Die Teilnehmerzahl ist begrenzt“, stellt Rosemarie Rau, Leiterin der Weiterbildung und Lehrerin für Gesundheitsberufe fest: „Onkologische Pflege unterstützt schon während der stationären oder ambulanten Behandlung die Patienten im Umgang mit ihrer Krankheit und hilft so mit, den Therapieerfolg abzusichern. Patienten kÖnnen beispielsweise befähigt werden, gesundheitliche und psychosoziale Veränderungen besser zu bewältigen und auch weiterhin ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger in onkologischen Bereichen stets auf fachlich hÖchstem Niveau arbeiten.“ Aber nicht nur Patienten profitieren von einer hochprofessionellen onkologischen Pflege: „Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden im Verlaufe der Weiterbildung vielfältige LÖsungsmÖglichkeiten zur Bewältigung berufsspezifischer Probleme und Belastungen aufgezeigt“, so Rau.

:  Photo: © Akademie für Gesundheitsberufe

: Photo: © Akademie für Gesundheitsberufe

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