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Onkologie 18. September 2013

Karzinome des oberen Urothels in einem endemischen Gebiet Kroatiens

Hintergrund/Ziele: Die endemische Nephropathie (EN) ist eine chronische tubulo-interstielle Erkrankung. Schon vor 40–50 Jahren wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen EN und dem Urothelkarzinom festgestellt. Ziel dieser Studie war es, die spezifische Mortalität und Morbidität des Nierenbeckens und des Ureters (oberes Urothel) zu erfassen und die Daten von Gesamt-Kroatien, sowie von der Provinz Brod-Posavina mit denen des Endemiegebiets Kroatiens zu vergleichen.

Methodik: Die Daten über die Mortalität und Morbidität des Nierenbeckens und des Ureterkarzinoms (UK) wurden analysiert. Beim Vergleich der Daten wurde eine indirekte Standardisierung verwendet, wobei die standardisierten Mortalitätsquotienten und Morbiditäts- quotienten errechnet wurden.

Ergebnisse: Unsere Studie zeigte, dass die spezifische Mortalitätsrate im Endemiegebiet das 26,3 fache der Rate von Gesamt-Kroatien bzw. das 7,3 fache der Rate von der Provinz Brod-Posavina betrug. Der mittlere standardisierte Mortalitätsquotient, durch indirekte Standardisierung errechnet, ergab für das Endemiegebiet ein 8-faches bzw. 32-faches Sterberisiko im Vergleich zu dem für Bewohner der Provinz Brod-Posavina bzw. von Gesamt-Kroatien erhobenen. Die Studie zeigt überdies, dass die spezifische Morbidität im kroatischen Endemiegebiet das 13,95 fache und in der Provinz Brod-Posavina das 3,78 fache im Vergleich zu Gesamt-Kroatien beträgt. Der standardisierte Morbiditätsquotient zeigte auch, dass das Risiko, ein UK zu entwickeln, im kroatischen Endemiegebiet 3,75 fach höher ist als in der Provinz Brod-Posavina und im Vergleich zu Gesamt-Kroatien sogar 16,4 fach höher!

Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse zeigen, dass die spezifische Mortalität und Morbidität, sowie die standardisierten Morbiditäts- und Mortalitätsquotienten im kroatischen Endemiegebiet höher waren als in der Provinz Brod-Posavina beziehungsweise als in Kroatien.

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