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Onkologie 8. April 2013

Stereotaktische Radiofrequenzablation von intrahepatischen cholangiozellulären Karzinomen

Eine minimal invasive Alternative zur Leberresektion.

Als kurative Maßnahmen bei intrahepatischem cholangiozellulärem Karzinom (ICC) galten bisher nur chirurgische Verfahren. Bei inoperablen ICCs werden die systemische Chemotherapie und lokoregionäre Therapieverfahren, wie z. B. die transarterielle (Chemo)embolisation, Radioembolisation, Radiofrequenzablation (RFA) und Mikrowellenablation (MWA) angewendet.

Durch die stereotaktische RFA (SRFA) können durch präzise 3D-geplante Positionierung von mehreren Sonden und dadurch überlappenden Nekrosearealen auch Tumore > 5 cm in einer Sitzung radikal behandelt werden. Mittels stereotaktischer RFA (SRFA) wurde bei 17 konsekutiven nicht operablen Patienten mit 52 ICCs ein medianes Überleben von 60 Monaten erzielt. Dabei konnten auch die beiden größten Tumore mit Durchmessern > 10 cm in sano behandelt werden.

Diese Daten bei nicht resektablen ICCs übertreffen die besten bisher publizierten chirurgischen Daten. Somit stellt die in Innsbruck entwickelte minimal invasive stereotaktische Radiofrequenzablation (SRFA) eine vielversprechende Alternative zur Chirurgie dar und sollte auch als Erstlinientherapie bei Patienten mit ICC in Erwägung gezogen werden.

Univ.-Prof. Dr. Reto Bale, Dr. Peter Schullian, Dr. Marion Haidu, Univ.-Doz. Dr. Gerlig Widmann, Wiener Medizinische Wochenschrift 5/6/2013

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