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Onkologie 8. April 2013

Transarterielle perkutane Chemoembolisation beim Leberzellkarzinom

Das hepatozelluläre Karzinom stellt in der westlichen Welt eines der häufigsten tumorbedingten Todesursachen dar. Der vorliegende Artikel befasst sich mit der transarteriellen Chemoembolisation (TACE) als palliative Behandlungsmethode.
Die TACE verfolgt 2 verschiedene therapeutische Ansätze. Es wird kombiniert eine lokale Chemotherapie über die das HCC versorgende Arterie appliziert und anschließend eine Devaskularisation des Tumors durch ein selektives Verschließen der zuführenden Arterie durchgeführt. Verschiedene Embolisationstechniken und Zytostatika werden beschrieben. Die TACE stellt eine sichere und gering invasive Therapiemaßnahme dar. Die häufigste Nebenwirkung stellt das Postembolisationssyndrom dar mit den klinischen Symptomen Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Bauchschmerzen bis hin zu einem sehr selten auftretendem Leberversagen.

Das Therapieziel ist die Progression der Tumorerkrankung zu unterbinden, das progressionsfreie Intervall zu verlängern und die Lebensqualität zu erhalten. Weitere Therapieindikationen stellen das Überbrücken des Zeitraumes bis zur Lebertransplantation und das Konzept der neoadjuvanten Behandlung dar.
Die TACE gilt daher als eine wichtige Behandlungsoption des HCC. Die Therapieindikation sollte jedoch individuell durch ein interdisziplinäres Tumorboard gestellt werden.

Dr. Johannes Petersen, Benjamin Henninger, Bernhard Glodny, Werner Jaschke, Wiener Medizinische Wochenschrift 5/6/2013

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