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Krebszelle
 
Onkologie 27. August 2012

Krebs-Überlebensrate stark gestiegen

ESMO-Kongress: 50 Prozent mehr Patienten überleben fünf Jahre – Sinkende Tendenz bei Neuerkrankungen.

Gute Nachricht aus Anlass des Europäischen Krebskongresses (ESMO, 28. September bis 2. Oktober): In den vergangenen Jahren hat sich die Fünf-Jahres-Überlebensrate der von einer Krebserkrankung Betroffenen um mehr als 50 Prozent erhöht. Dies geht aus den Daten der Statistik Austria bis zum Diagnosejahr 2008 hervor. Demnach stiegen die Fünf-Jahres-Überlebensraten von 40 Prozent (bei Diagnose im Jahr 1983) auf 62 Prozent (bei Erstdiagnose im Jahr 2003.

Pro Jahr werden in Österreich 19.000 Männer und 17.000 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert und bei jährlich rund 9.000 Frauen und 11.000 Männern führt eine Krebserkrankung zum Tod.

Verglichen mit der Überlebenswahrscheinlichkeit innerhalb der Allgemeinbevölkerung für einen Zeitraum von fünf Jahren war die Überlebenswahrscheinlichkeit von im Jahr 1983 an Krebs erkrankten Personen nur 0,4-mal so hoch, von 2003 an Krebs erkrankten Personen dagegen 0,62-mal so hoch. Der Rückgang der Neuerkrankungsrate betrug bei Männern und Frauen jeweils rund 15 Prozent.

Auch die Krebssterblichkeit war in den letzten zehn Jahren rückläufig, bei den Männern etwas stärker (minus 14 Prozent) als bei den Frauen (minus zehn Prozent).

Die häufigsten Karzinome

Prostatakrebs machte im Jahr 2008 bei den Männern in Österreich mit rund 4.500 Fällen ein knappes Viertel aller bösartigen Neubildungen aus. Altersstandardisiert gingen die Neuerkrankungen in den vergangenen Jahren allerdings laut Statistik Austria um 18 Prozent zurück. Trotzdem: Rund jeder neunte Krebstodesfall war bei den Männern auf Prostatakrebs zurückzuführen. Die Rate der Sterblichkeit an Prostatakrebs reduzierte sich in den vergangenen zehn Jahren aber um 22 Prozent.

Auch bei Brustkrebs ist die Tendenz positiv. Dieses Leiden ist mit einem Anteil von 28 Prozent (4.570 Fälle) bei den Frauen seit Langem die häufigste Krebserkrankung. Allerdings nahm die Neuerkrankungsrate im Vergleich zu 1998 um zwölf Prozent ab.

Die Gesundheitsstatistiker: „Da Brustkrebs durch das vermehrte Screening in einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die Sterblichkeit an Brustkrebs in den letzten zehn Jahren um 23 Prozent zurück. Dennoch war Brustkrebs auch 2008 die mit Abstand häufigste Krebstodesursache bei Frauen. 16 Prozent aller weiblichen Krebssterbefälle waren 2008 auf Brustkrebs zurückzuführen.“

Obwohl die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate der bösartigen Lungentumoren bei den Männern in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent zurückging, war Lungenkrebs mit rund 2.400 Sterbefällen im Jahr 2008 die häufigste Krebstodesursache bei den Männern. Für Frauen stieg die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate seit 1998 hingegen um 23 Prozent an.

Die Sterblichkeit an Lungenkrebs erhöhte sich bei den Frauen um ein Fünftel. Mit rund 4.500 Fällen verursachte der Darmkrebs 13 Prozent aller neudiagnostizierten Tumoren im Jahr 2008.

Das Erkrankungsrisiko ist seit 1998 insgesamt um 25 Prozent zurückgegangen. Die Überlebenschancen für Krebskranke verbesserten sich zudem im Schnitt deutlich. In den vergangenen 20 Jahren stieg das relative Fünf-Jahres-Überleben von 40 auf 62 Prozent.

Männer zeigten zum Zeitpunkt der Diagnose 1983 eine Fünf-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von 33 Prozent, bezogen auf die männliche Bevölkerung gleichen Alters, bei Frauen waren es 45 Prozent. 2003 lagen die Werte bei 62 Prozent (Männer) und 61 Prozent bei den Frauen.

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