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Onkologie 4. Juli 2012

Bedeutung des CYP2D6 Polymorphismus für die Tamoxifen Therapie: eine Standortbestimmung

Tamoxifen gilt als Standardtherapie in der Behandlung von hormonrezeptor-sensitivem Brustkrebs.

Für die therapeutische Wirksamkeit ist eine Umsetzung von Tamoxifen zu 4-Hydroxytamoxifen und Endoxifen notwendig. Hierfür spielt ein Enzym eine Schlüsselrolle, welches durch das Gen CYP2D6 codiert wird. Von CYP2D6 sind mehrere, z. T. populationsspezifische Allele bekannt, welche zu veränderten Umsatzraten und Plasmaspiegeln der aktiven Metaboliten führen. Diese wurden mit der variierenden klinischen Wirksamkeit von Tamoxifen in Verbindung gebracht, jedoch ergaben zahlreiche, zumeist retrospektive, Kohorten-Studien widersprüchliche Ergebnisse. Deren Bewertung ist aufgrund der Heterogenität der untersuchten Patientenkollektive, Krankheitsbilder, Therapieregime und klinischen Endpunkte schwierig und eine Metaanalyse unmöglich. Da eine Standardisierung dieser Faktoren nicht über die generell eingeschränkte Aussagekraft retrospektiver Studien hinweghelfen würde sind prospektive Studien zum Ausgang einer Genotyp-gesteuerten im Vergleich zur ungezielten Tamoxifentherapie notwendig, um die klinische Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit einer routinemässigen CYP2D6-Genotypisierung zu prüfen.

Ariana E. Huber-Wechselberger, Paul Niedetzky, Irene Aigner, Elisabeth Haschke-Becher, Wiener Medizinische Wochenschrift 11/12/2012

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