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1998 wurde von der FDA in den USA der Folsäure-Zusatz bei Lebensmitteln wie Brot angeordnet, um in der Frühschwangerschaft die Inzidenz von Neuralrohrdefekten zu reduzieren.
 
Onkologie 5. Juni 2012

Krebsschutz durch Folsäure-Zusatz

Studie weist erste Erfolge für eine angeordnete Supplementation auf.

Der Zusatz von Folsäure zu Lebensmitteln hat in den USA offenbar die Rate einiger Krebserkrankungen bei Kindern reduziert.

Seit Einführung der Folsäure-Zusätze im Jahr 1998 ist die Raten von Nephroblastomen (Wilms’ Tumor) und von einer Form von Hirntumor (peripherer primitiver neuroektodermaler Tumor, PNET) zurückgegangen, berichten Wissenschaftler um Dr. Amy Linabery von der University of Minnesota (Pediatrics 2012; online 21. Mai).

Die Food and Drug Administration (FDA) hatte 1998 den Folsäure-Zusatz bei Lebensmitteln wie Brot angeordnet, um in der Frühschwangerschaft die Inzidenz von Neuralrohrdefekten zu reduzieren. Jetzt wurde erstmals belegt, dass die Zusätze offenbar auch einigen Krebsformen vorbeugen.

So hatte das Nephroblastom in den USA von 1986 bis 1997 zugenommen und war – genau mit der Einführung der Zusätze – wieder zurückgegangen. PNET hingegen hatte nach Einführung der Folsäure-Supplementation in der Schwangerschaft abgenommen. Für die Studie wurden Registerdaten von 8.829 Kindern mit Krebs analysiert.

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