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\"Radieschen von oben\" von Kurt Langbein 216 Seiten, € 21,90 Ecowin, 2012 ISBN 9783711000248
 
Onkologie 13. März 2012

Vom Journalisten zum Patienten

Buchautor, Filmemacher und Medizinkritiker Kurt Langbein über seinen Kampf ums Überleben nach der Diagnose Krebs.

Dem Medizinjournalisten ergeht es ähnlich wie Ärzten, wenn sie selbst Betroffene sind: Unvermittelt erleben sie, wie es ist, sterbenskrank zu sein. Langbein schildert in seinem Buch schmerzhaft offen seine persönliche Chronologie von Verzweiflung, Ängsten und Hoffnung.

Langbein bekennt, privilegiert zu sein. Er kennt sich aus. Er weiß, wie man Studien liest und interpretiert, kann in Augenhöhe mit seinen Ärzten sprechen und mitentscheiden. Langbein kennt auch die Schattenseiten im Medizinbetrieb – und kann versuchen, sie zu meiden. Dennoch – im Licht der eigenen Betroffenheit erscheint vieles anders. Langbein erlebt, wie seine Umgebung auf die dreifache Krebserkrankung reagiert. In Ichform erzählt er, dass sein Freund und Hausarzt den PSA-Test ohne sein Wissen macht. Ein zweifelhaftes Vorgehen, aber ihm rettet es das Leben.

Der Medizinjournalist sucht sich seinen Weg abseits des medizinischen Mainstreams, vermeidet das Stanzen der Prostata, lässt sich von ganzheitlich denkenden Ärzten behandeln.

Bei der Suche nach den Ursachen seiner Krankheit beschreibt der Journalist auch die Krisenzeiten seines Berufslebens, ortet die Wurzeln des Karzinoms nicht zuletzt im Schicksal seines Vaters. Es ist eine berührende, sehr persönliche Aufarbeitung seines Leidens, dazwischen Informatives über den aktuellen Stand der onkologischen Forschung.

Inge Smolek, Ärzte Woche 11 /2012

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