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Onkologie 19. Oktober 2011

S3-Prostatakarzinom-Leitlinie

Fast genau zwei Jahre nach ihrer Veröffentlichung wird die „Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ aktualisiert. Mit der Aktualisierung verfolgen die beteiligten Deutschen Fachgesellschaften ihr Konzept der „lebendigen Leitlinie“, das neue wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in der medizinischen Versorgung verankern soll.

Bei der Aktualisierung wurde jenen Themen Priorität eingeräumt, für die eine mögliche Veränderung von Empfehlungen gesehen wurde, wie etwa bei der Früherkennung, der Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms oder der Behandlung von Knochenmetastasen. Aber auch neue Themen wurden bearbeitet. Die Leitlinie enthält nun detaillierte Empfehlungen, welche bildgebende Diagnostik für welche Indikation in Primär- und Ausbreitungsdiagnostik empfohlen wird – aber auch, was nicht empfohlen wird. Für die Behandlung von Knochenmetastasen und insbesondere für die Zweitlinientherapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms werden neue medikamentöse Optionen genannt, aber auch die Prävention von Komplikationen angesprochen.

Für die aktive Überwachung (Active Surveillance) wurden die Indikationen eines Abbruchs der Therapie präzisiert. Bei der Strahlentherapie des high risk bzw. lokal fortgeschrittenen Karzinoms wird auch die Option einer kürzeren Hormontherapie als bisher eingeräumt. Bei der Früherkennung hat sich dagegen lediglich das Statement zur Studienlage, nicht aber das grundsätzliche Vorgehen geändert.

Informationen: www.urologenportal.de Quelle: Presseinformation des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V

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