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Onkologie 1. Mai 2011

Histologie-basierter Algorithmus der molekularen Diagnostik des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptorgens (Epidermal Growth Factor Receptor, EGFR) beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (non-small cell lung cancer, NSCLC)*

Patienten mit NSCLC in den Stadien IIIB und IV, deren Karzinom eine aktivierende Mutation des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) aufweisen, sollten in der ersten Linie eine Therapie mit Gefitinib, einem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI), erhalten. EGFR-Mutationen kommen am häufigsten in nicht-muzinösen Adenokarzinomen vor, selten in Plattenepithelkarzinomen und sarkomatoiden Karzinomen, und überhaupt nicht in neuroendokrinen Karzinomen der Lunge. Daher empfiehlt die Arbeitsgruppe Pulmopathologie der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie nach einer intensiven Beratung und im Konsens mit Onkologen und Pulmologen für alle Adenokarzinome a priori, und für alle übrigen NSCLC auf klinische Anforderung eine EGFR-Mutationsanalyse durchzuführen. Dies wird für jene Patientengruppe die Zeit bis zur Therapie wesentlich verkürzen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit den größten Vorteil von einer TKI-Therapie hat.

Helmut Popper, Fritz Wrba, Ulrike Gruber-Mösenbacher, Wolfgang Hulla, Robert Pirker, Wolfgang Hilbe, Michael Studnicka, Andrea Mohn-Staudner, Ferdinand Ploner, Wiener klinische Wochenschrift 9/10/2011

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