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Onkologie 1. März 2011

Gesundheits- und Vorsorgeverhalten im regionalen Vergleich unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede – Geschlechtsspezifische Aspekte im Vorsorgeverhalten

GRUNDLAGEN: Beide Geschlechter zeigen ein unterschiedliches Risiko für verschiedene Krebserkrankungen. Zusätzlich beeinflussen genderspezifische Ängste und Barrieren das jeweilige Vorsorgeverhalten. In dieser Studie sollen geschlechtsspezifische Unterschiede im Screening-Verhalten in Abhängigkeit von soziodemographischen Faktoren untersucht werden.

METHODIK: Mittels standardisiertem Fragebogen wurde das Vorsorgeverhalten von insgesamt 513 Österreichern aus städtischem und ländlichem Raum (35–65 Jahre) analysiert. Im städtischen Raum wurden zusätzlich ältere Frauen und Männer (>65 Jahre) befragt.

ERGEBNISSE: Im Bezug auf Darmkrebsvorsorge waren Frauen sowohl in der jüngeren als auch in der älteren Gruppe benachteiligt. In beiden Altersgruppen erhielten Frauen in einer Partnerschaft häufiger eine Mammographie. Dagegen zeigte sich bei jüngeren Männern eine höhere Schulbildung als negativer Prädiktor für PSA-Screening innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Besonders bei älteren Frauen zeigte sich ein höheres Alter mit einer geringeren Wahrnehmung des Vorsorgeangebots für Brust- und Zervixkarzinom assoziiert.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Geschlechtsspezifische Besonderheiten nehmen auf das persönliche Vorsorgeverhalten Einfluss. Dabei sind unterschiedliche soziodemographische Faktoren von Bedeutung.

Christian S. Göbl, Felix Ortag, Latife Bozkurt, Alexandra Smeikal, Christian Dadak, Alexandra Kautzky-Willer, Wiener Medizinische Wochenschrift 5/6/2011

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