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Onkologie 1. Oktober 2010

Erster Jahresbericht des österreichischen CML-Registers

Unter der Schirmherrschaft der österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (ÖGHO) wurde das österreichische CML-Register gegründet, um österreichweit Krankheitsverläufe, Behandlungen, Nebenwirkungen und Therapieansprechen insbesondere auch der nicht in klinischen Studien erfassten Patienten zu dokumentieren und so ein besseres Bild der real-life Situation zu erlauben. Dieser Bericht fasst die Register-Daten mit Stichtag des 20.3.2009 zusammen. Bis zu diesem Stichtag sind insgesamt 179 Patienten mit 1012 Follow-ups und einer medianen Beobachtungszeit von 20 Monaten im Register erfasst. Dabei verteilen sich die Patienten wie folgt auf die verschiedenen Krankheitsphasen: 151 Patienten in chronischer und 4 in akzelerierter Phase. Die Registerpatienten wurden großteils (n = 137) mit Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) behandelt, daneben wurden auch Chemotherapeutika und Stammzelltransplantationen eingesetzt. 14 Patienten wurden sequentiell mit TKI der ersten und zweiten Generation behandelt und 15 Patienten erhielten niemals einen TKI. Die kumulativen Inzidenzraten für ein komplettes hämatologisches Ansprechen nach 12 und 24 Monaten betrugen 91.6 % und 94.4 %. Zu denselben Zeitpunkten wurde eine kumulative Inzidenz einer kompletten zytogenetischen Remission mit 64 % und 80 % ermittelt. Das Gesamtüberleben zu 60 Monaten betrug 90 % während das progressionsfreie Überleben (orientiert an den ELN-failure Kriterien) nach 60 Monaten bei 58 % lag.

Stefan Schmidt, Dominik Wolf, Josef Thaler, Sonja Burgstaller, Wolfgang Linkesch, Andreas Petzer, Michael Fridrik, Alois Lang, Hermine Agis, Peter Valent, Otto Krieger, Alois Walder, Markus Korger, Ernst Schlögl, Tamer Sliwa, Ernst Wöll, Manfred Mitterer, Wolfgang Eisterer, Michael Pober, Günther Gastl, Wiener klinische Wochenschrift 19/20/2010

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