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Nephrologie 28. April 2014

Zur Rettung der Niere

Harnsäure und Eiweiß bei Nieren-Patienten mit Hyperurikämie senken!

Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ist der Parameter zur Einteilung von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) in die klassischen fünf Stadien. Eine GFR von 90 ml/min oder höher entspricht einer normalen Nierenfunktion (Stadium G1), bei 30 bis 45 ist die Nierenfunktion moderat bis stark verringert (Stadium G3b). Je schlechter die GFR, desto schlechter die Prognose.

Die GFR allein spiegelt die Prognose allerdings nicht vollständig wieder. Daher wurde als zweiter Parameter jetzt das Ausmaß der Proteinurie in die klinischen Praxis-Guidelines aufgenommen und in drei Kategorien eingeteilt: unter 30 mg/g bzw. 3 mg/mmol (Kategorie A1), 30-300 mg/g bzw. 3-30 mg/mmol (A2) bzw. über 300 mg/g bzw. 30 mg/mmol (A3). Bereits bei einer CKD im Stadium 3a (GFR 45-59 ml/min, mild bis moderat eingeschränkte Nierenfunktion) führt eine Proteinurie von über 300 mg/g zu einer sehr schlechten Prognose.

Bei Nieren-Patienten mit Hyperurikämie kann das Folgen für die harnsäuresenkende Therapie haben. In einer Studie mit 141 herzchirurgischen Patienten mit Hyperurikämie wurde eine Hälfte mit Allopurinol, die andere mit Febuxostat (Adenuric®) behandelt. Einer der sekundären Endpunkte war das Ausmaß der Proteinurie. In der Febuxostat-Gruppe sanken die Harnsäurewerte signifikant stärker als in der Allopurinol-Gruppe. Extreme Unterschiede gab es hinsichtlich der Proteinurie. Mit Allopurinol stieg der Eiweißwert leicht von 144 auf 163 mg/g nach 6 Monaten. Mit Febuxostat sank er von 145 auf 63 mg/g.

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