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Der neue Wirkstoff für chronisch Nierenkranke basiert auf dem natürlich vorkommenden Friedländer Ton, der hier als Rohmaterial zu sehen ist.
 
Nephrologie 10. Februar 2014

Tonminerale senken zu hohe Phosphatspiegel

Künftig sollen chronisch Nierenkranke von dem Naturprodukt profitieren.

Dialysepatienten können Phosphate nicht mehr in ausreichenden Mengen ausscheiden. In der Folge lagert sich Kalziumphosphat in den Gefäßen ab, was langfristig zu Herzerkrankungen und zum vorzeitigen Tod führen kann. Chronisch niereninsuffiziente Patienten sollten daher zu den Mahlzeiten Phosphatbinder einnehmen. Das Problem: Die erhältlichen Medikamente wie Kalzium- und Aluminiumsalze verursachen beträchtliche Nebenwirkungen wie Verstopfung, einen erhöhten Kalziumspiegel im Blut und neurologische Störungen. Eine schonende Alternative zu Pharmapräparaten wurde am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI in Rostock entwickelt: Speziell gereinigte Tonerde bewies in Labortests hohe Bindekapazität für Phosphat und gute Verträglichkeit. Die Entwickler vermuten, dass sich auch entzündliche Darmerkrankungen damit behandeln lassen. Klinische Studien sollen im Frühjahr beginnen.

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