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Nephrologie 8. Oktober 2013

Renale Osteodystrophie

Die Inzidenz der renalen Osteodystrophie (ROD) nimmt mit dem Grad der Niereninsuffizienz zu. ROD betrifft fasst jeden Patienten im Dialysestadium. Nach erfolgreicher Nierentransplantation kann die ROD persistieren und durch Immunsuppressiva, vor allem Glucocorticoide, weiter aggraviert werden. Das Frakturrisiko, einschließlich Hüftfrakturen, ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz deutlich erhöht. In Abhängigkeit der Art der ROD findet sich im Vergleich zu Gesunden ein erhöhter oder erniedrigter Knochenstoffwechsel. Da die diagnostische Wertigkeit von Knochenstoffwechselmarkern und bildgebenden Verfahren bei der ROD sehr beschränkt ist, ist die transiliacale Knochenbiopsie die einzige Methode um die ROD korrekt zu klassifizieren. Ein erhöhter Knochenstoffwechsel kann mittels aktivem Vitamin D, Cinacalcet oder Parathyreoidektomie behandelt werden, alle diese Therapien können aber zu einer unerwünschten Übersuppression des Knochenstoffwechsels führen. Zurzeit gibt es keine knochenspezifische Therapie zur Behandlung eines verlangsamten Knochenstoffwechsels. Für einzelne nierentransplantierte Patienten können Bisphosphonate eine therapeutische Option darstellen.

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