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Nephrologie 1. Juni 2011

Gestörte Regulation der Calcium Ausscheidung bei Nierentransplantierten

Störungen des Mineralstoffwechsels und Hyperkalzämie sind bei Nierentransplantierten häufig. Der Quotient der Calcium/Kreatinin (Ca/Kr) Clearance wurde als Kriterium zur Unterscheidung von verschiedenen Erkrankungen des Calciumstoffwechsels verwendet. Wir untersuchten 91 Nierentransplantierte (davon 53 Männer) im Alter von 23–70 Jahren mit einer Kr. Clearance von >60 ml/min. Folgende mit dem Mineralstoffwechsel im Zusammenhang stehende Parameter wurden im Serum gemessen: iPTH (Parathormon), gesamte alkalische Phosphatase (tALP), Telopeptid (ein Marker des Knochenabbaus, CTX), 25-OH-Vitamin D3, gesamtes und ionisiertes Calcium, anorganisches Phosphat, Kreatinin. Kr und Ca wurden auch im Harn, ebenso wie der Quotient der Ca/Kr Clearance, bestimmt. Die Patienten wurden entsprechend ihres Ca/Kr Clearance Quotienten in folgende 3 Gruppen geteilt: 1) <0,01: Erkrankungen, die durch gestörten Ca-sensitiven Rezeptor verursacht sind (N = 30); 2) 0,01–0,02: Normale (N = 45); und 3) >0,02: Hyperparathyreoidismus (N = 16). In der Gruppe 1 hatten 7 Patienten eine Hypercalzämie und 4 Patienten eine Hyperkalzämie mit erhöhten PTH Werten. Eine Verschlechterung der renalen Ca Ausscheidung scheint bei Nierentransplantierten auch bei guter Nierenfunktion auftreten zu können. Unverhältnismäßig geringe Calciurie und gestörte Sensitivität des Ca-sensitiven Rezeptors könnten pathogenetische Faktoren für die Hypercalcaämie bei Nierentransplantierten sein.

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