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Nephrologie 1. April 2011

Sevelamereinnahme und Peritonitisinzidenz bei Peritonealdialyse

HINTERGRUND: Sevelamer, ein nichtkalzium-hältiger Phosphatbinder, der häufig bei chronischem Nierenversagen benutzt wird, ist gehäuft mit dem Auftreten von gastrointestinalen Nebenwirkungen verbunden. Ob Sevelamer allerdings auch ein Risikofaktor für Peritonitis bei Peritonealdialyse (PD)-Patienten ist, ist unklar. METHODEN: Wir führten eine retrospektive Analyse aller PD-Patienten durch (n = 48), die zwischen Juni 2003 und Dezember 2009 an unserer Abteilung behandelt wurden. Die Daten umfassten 1200 Patientenmonate und 49 Peritonitisepisoden. Demographische Daten der Patienten, Komorbiditäten, Begleitmedikation, Laborparameter und mikrobiologische Ergebnisse wurden den Krankenakten und der elektronischen Datenbank der Klinik entnommen. ERGEBNISSE: Die durchschnittliche Peritonitis-Inzidenzrate betrug 0,50/Patientenjahr. Die Dauer der Peritonealdialyse wurde als Risikofaktor identifiziert. Weder Sevelamergabe im Allgemeinen noch die tägliche Dosis im Speziellen waren mit dem Risiko für Peritonitis assoziiert, auch nicht nach Adjustierung der Analyse. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Behandlung mit Sevelamer ist nicht mit einem höheren Risiko für Peritonitis assoziiert.

Julia Kerschbaum, Paul König, Johann Hausdorfer, Gert Mayer, Michael Rudnicki, Wiener klinische Wochenschrift 7/8/2011

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