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Kardiologie 24. April 2008

Hämoglobin-Spiegel beeinflusst Risiko

Resultaten einer im American Heart Journal publizierten Studie zufolge sind Hämoglobin-Werte unter 15g/dl und über 17g/dl mit einer gesteigerten KHK-Inzidenz assoziiert (2008, 155: 494-498). Dr. Michel Chonchol von der University of Colorado in Denver und Kollegen analysierten diesbezügliche Aufzeichnungen einer historischen Kohortenstudie mit 25.622 vornehmlich männlichen (99 Prozent) Patienten aus acht Veteranenspitälern. Das durchschnittliche Alter der Probanden war 58 Jahre, der mittlere Hämoglobin-Wert lag bei 15g/dl.
Während des Follow-ups über 73.895 Personen-Jahre wurde bei 5.297 Patienten (20,7 Prozent) eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert. Verglichen mit den Kontroll-Hämoglobin-Werten (15-17g/dl) stieg das auf multiple Variablen adjustierte Risiko einer KHK mit sinkenden Hämoglobin-Werten. Die adjustierten Hazard Ratios lagen bei Hämoglobin-Werten zwischen 9,0-11,0g/dl bei 1,47 (95 Prozent CI 1,18-1,84), bei 11,0-13,0g/dl bei 1,34 (95 Prozent CI 1,20-1,49) und bei 13,0-15,0g/dl bei 1,07 (95 Prozent CI 1,01-1,13). Hämoglobin-Werte über 17,0g/dl waren ebenfalls mit einem gesteigerten KHK-Risiko assoziiert (HR=1,22 [95 Prozent CI 1,08-1,37]).
Hämoglobin-Werte unter 15g/dl und über 17g/dl waren in dieser Studie mit einem gesteigerten Risiko neuer kardialer Ereignisse assoziiert, wie die Autoren abschließend zusammenfassen.

MedAustria, Ärzte Woche 17/2008

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