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Auch Vertreter der kardiovaskulären Forschung waren beim Kick-off Event für das neue Center of Precision Medicine der MedUni Wien vertreten. MedUni Wien/Kovic
 
Kardiologie 19. Juli 2016

Projektstart für „Center for Precision Medicine“

Personalisierter und effizienter– ab 2025 soll in unmittelbarer Nähe zum AKH Wien auf rund 60.000 Quadratmetern zukunftsorientierte Forschung und Medizin betrieben werden.

Präzisionsmedizin ist der wichtigste Trend für die Medizin des 21. Jahrhunderts. Grundlage der Präzisionsmedizin sind modernste Diagnostik-Methoden wie die Genom-Sequenzierung oder die molekulare Bildgebung. Je nach Charakterisierung des kranken Gewebes oder Stoffwechsels wird jeder Patient, jede Patientin gezielt und individuell behandelt.

Am 11. Juni 2016 wurde an der MedUni Wien ein Infrastrukturprojekt vorgestellt, dessen Baubeginn für 2018 geplant ist. Im neuen Zentrum werden sich 400 MitarbeiterInnen mithilfe modernster Diagnostik-Methoden mit punktgenauer Prävention und Therapie beschäftigen. So wird es schneller und präziser möglich sein, Genanalysen bei verschiedensten Erkrankungen durchzuführen und noch rascher die richtigen präventiven Maßnahmen oder Therapien einzuleiten.

Die Errichtung des neuen Zentrums, für die insgesamt 60 Millionen Euro nötig sind, soll nach amerikanischem Modell über Sponsoren und Drittmittel geleistet werden. Mit dem zu Jahresbeginn unterzeichneten, neuen Zusammenarbeitsvertrag mit dem AKH Wien wurden wichtige Weichen für die Zukunft für Medizin und Forschung in Wien gestellt. „Das inkludiert auch die aktuell gestartete Infrastrukturoffensive“, sagt MedUni Wien-Rektor Markus Müller. „Damit wird es uns gelingen, die Handlungsfähigkeit der medizinischen Leitinstitution Österreichs auf internationalem Spitzenniveau auch längerfristig sicherzustellen.“

Drei neue Forschungseinheiten werden am Campus entstehen

„Jeder Mensch hat eine unterschiedliche, ganz individuelle genetische Disposition und ein mögliches, genbedingtes Risiko für bestimmte Erkrankungen. „Deswegen benötigt er eine personifizierte Therapie oder ganz exakt auf ihn abgestimmte Präventionsstrategien“, erklärt Suzanne Rödler von der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie der MedUni Wien und Fundraisingveratnwortliche für das Zentrum für Präzisionsmedizin. Es ist das erste Mal, dass ein Projekt in diesem Umfang an der MedUni Wien über Fundraising finanziert werden soll.

Wenn 600.000 Menschen je 100 Euro in die Forschung und die Medizin der Zukunft investieren, haben wir das Geld zusammen“, stellt Rödler eine einfache Rechnung an und ergänzt: „Es kann jeden treffen. Das sollte uns die Investition in die Medizin der Zukunft wert sein.“

Insgesamt entstehen drei Forschungszentren auf dem Gelände des AKH Wien. Die Einrichtungen sind Teil des Masterplans, der vorsieht, bis 2025 einen räumlich geschlossenen MedUni Campus AKH zu schaffen. Die Kosten für das Center for Translational Medicine and Therapeutics (insgesamt rund 160 Millionen Euro) werden von Bund und Stadt Wien getragen. Im Technology Transfer Center sollen sich Unternehmen ansiedeln. Das alles soll nicht nur als Motor für Forschung und Medizin fungieren, sondern auch die universitäre Ausbildung auf ein noch höheres Niveau heben und es den künftigen ÄrztInnen ermöglichen, noch früher als bisher in der klinischen Praxis Erfahrungen zu sammeln.

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