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Symptomatische Besserung bei diastolischer Herzinsuffizienz: Was Medikamente bisher nicht schafften, scheint eine neue Intervention zu ermöglichen. kupicoo/iStockphoto.com
 
Kardiologie 19. Juli 2016

Neuer Therapieansatz bei diastolischer Herzinsuffizienz

Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienzsind durch ihre Atemnot im Bewegungsumfang oft erheblich eingeschränkt. Therapeutisch gab es bislang wenig anzubieten. Das könnte sich bald ändern, wie eine rezente klinische Studie nahe legt.

Patienten mit diastolischer Herzschwäche leiden oft unter Dyspnoe. In einer internationalen klinischen Studie haben Herzforscher jetzt ein mögliches neues Behandlungsverfahren überprüft (Hasenfuß G et al. The Lancet 2016;387 (10025):1298–1304).

An der Studie nahmen 64 Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz teil. Für diese Form der Herzschwäche gibt es bisher keine gesicherte Therapie. Die aktuelle Studie zeigt nun eine neue Möglichkeit auf. Mithilfe eines Herzkatheters wird dafür ein Verbindungskanal zwischen der linken und rechten Vorkammer hergestellt und durch eine implantierte Spange offen gehalten. Dadurch fällt der erhöhte Druck in der linken Vorkammer ab und der Rückstrom in die Lunge wird reduziert.

Die Herzforscher konnten belegen, dass das neue Katheterverfahren sicher ist. In den ersten sechs Monaten nach Einsetzen der Spange sind bei den so versorgten Patienten der Studie keinerlei ernsthafte Komplikationen aufgetreten. Die Betroffenen hatten weniger Beschwerden, konnten eine längere Gehstrecke zurücklegen und sich besser belasten.

„Jetzt muss eine größere Studie mit einem Vergleichskollektiv von Patienten, die konventionell behandelt werden, die Überlegenheit des neuen Verfahrens zeigen.“, so Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Erstautor der Publikation.

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