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Kardiologie 19. Juli 2016

Langzeiteffekt der kardialen Reha bei KHK-Patienten

Die kardiale Rehabilitation ist fester Bestandteil des Managements von Patienten nach einem akuten Herzinfarkt. Prim. Priv.-Doz. Dr. Hannes Alber, Leiter des Departments Kardiologie am Reha-Zentrum Münster, beschäftigte sich in seinem Vortrag in Salzburg mit der speziellen Frage des Langzeitnutzens von Reha-Programmen.

Den Begriff „Langzeit“-Effekt verwendete er in Anlehnung an medikamentöse Interventionsstudien für einen Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 36 Monaten. Doz. Alber verwies auf eine rezente Analyse von Lindsey Anderson et al. (J Am Coll Cardiol 2016;67(1):1-12), in die 38 Studien mit über 9700 Patienten inkludiert waren. Hier zeigte sich in Bezug auf die gesamte Bandbreite an Follow-Up-Zeiten zwar nur eine Tendenz für eine Risikoreduktion für das Auftreten tödlicher und nicht-tödlicher Herzinfarkte bei Patienten mit vs. ohne Rehabilitation. Analysiert man jedoch nur jene 10 Studien mit mehr als 36 Monaten Nachbeobachtungszeit, zeigt sich eine signifikante Risikoreduktion(– 33 Prozent) des geannten Endpunkts.

Zusätzlich zu den Metaanalysen der eher kleinen randomisierten Studien gibt es auch Propensitiy-Analysen aus großen Datenbanken, die einen Langzeitbenefit rehabilitativer Maßnahmen nahelegen, sodass sehr wohl davon ausgegangen werden kann, dass KHK-Patienten auch langfristig von einer kardialen Rehabilitation profitieren. Die Datenlage zur Rehabilitation bei Patienten mit Herzinsuffizienz sei, so Doz. Alber, ganz ähnlich.

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