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Kardiologie 3. Juli 2015

EU-konforme Standards durch Ausbildungsreform

Ein wichtiges Thema, das Österreichs Kardiologen beschäftigt, ist die Ärzte-Ausbildungsreform. Mit Jahresbeginn ist eine diesbezügliche Novelle des Ärztegesetzes in Kraft getreten, wodurch die neue Ärzteausbildungsordnung (ÄAO) mit 1. Juni auf Schiene kam. Die ÖKG war von Beginn an in die Erstellung der Reforminhalte eingebunden und hat in diesen Prozess ihre Anliegen eingebracht, um sowohl die Attraktivität des Fachs als auch eine qualitativ hochwertige kardiologische Versorgung zu sichern. Künftig wird es in Österreich einen „Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie“ geben, der nach insgesamt sechs Jahren Weiterbildung ab der Promotion erworben werden kann. Das bedeutet eine Verkürzung um zwei Jahre verglichen mit der bisherigen Ausbildung zum Kardiologen. Die bisherigen Zusatzfächer zum Hauptfach Innere Medizin fallen weg und werden durch eine Weiterbildung in einem Spezialfach ersetzt, im konkreten Fall der Kardiologie. Prof. Weidinger: „Damit wird die österreichische kardiologische Ausbildung endlich auch in anderen EU-Ländern anerkannt, wo diese Form der Spezialisierung schon lange etabliert ist. Notwendig war diese Reform nicht zuletzt deshalb, um einem Fachärztemangel, etwa durch Abwandern junger Ärzte in Länder mit besseren Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, vorzubeugen und die kardiologische Versorgung in Österreich auch künftig auf höchstem Niveau zu sichern.

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