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© Niebauer
Prof. Josef Niebauer, Salzburg (li) und Prof. Martin Halle, München (re) freuten sich über die vielen Teilnehmer.
 
Kardiologie 5. März 2015

Athleten mit kardialer Erkrankung – gibt´s das?

Die Sportkardiologie gewinnt als Subdisziplin der Kardiologie zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen wollen trotz einer kardialen Erkrankung die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit ausloten.

Im Dezember 2014 fand unter der Leitung von Prim. Prof. Dr. Dr. Josef Niebauer, MBA, Vorsitzender der ÖKG-Arbeitsgruppe „Prävention, Rehabilitation und Sportkardiologie“, und Univ.-Prof. Dr. Martin Halle von der Technischen Universität München, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sportkardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, zum dritten Mal das Österreichisch-Deutsche Sportkardiologie Symposium statt. Mit über 140 Teilnehmern wurde ein Besucherrekord erzielt, der das zunehmende Interesse an diesem Spezialgebiet der Kardiologie widerspiegelt.

Vom Marathon-Lauf bis zum Race Across America

Das Thema der Veranstaltung lautete diesmal: „Der Athlet mit kardialen Erkrankungen: Wer darf was?“ Dementsprechend breit war der Themenbogen; es wurden folgende Vorträge gehalten:

Niebauer, Salzburg: Der plötzliche Herztod im Sport.

Marx, Wien: Besonderheiten des EKGs bei Kindern und Jugendlichen.

Berger, Saalfelden: Sport trotz atrialer Rhythmusstörungen.

Danmayr, Salzburg: Sport trotz ventrikulärer Rhythmusstörungen. Halle, München: Sport nach Myokarditis.

Neumayr, Lienz: Medikamentöse Therapie bei Athleten mit Hypercholesterinämie und Hypertonie.

Schuler, Salzburg: Sport bei Antiaggregations- und Antikoagulationstherapie.

Scherr, München: Marathon – welcher Athlet/Patient darf, welcher nicht?

Bauer, Salzburg: Race Across America – die Grenze des Machbaren; ein Erfahrungsbericht.

Die vielen Diskussionsbeiträge belegten, dass die präsentierten Themen den Nerv der Teilnehmer trafen. Tatsächlich wird die Sportkardiologie nicht nur von Athleten und Ärzten, sondern auch von Hobby- und Gesundheitssportlern mit wachsendem Interesse wahrgenommen.

Auf europäischer Ebene Initiativen setzen

Körperliche Bewegung und Sport haben sich als eine evidenzbasierte und leitlinienkonforme Therapieoption bei nahezu allen chronischen Erkrankungen erwiesen. So werden in zunehmendem Maße Ärzte in der Klinik und in den Ordinationen mit zahlreichen Fragen aus einem Bereich konfrontiert, der weder im Studium noch in der Facharztausbildung ausreichend gelehrt wird. Diese Lücke versuchen die Vorsitzenden der jeweiligen Arbeitsgruppen der Österreichischen und Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Niebauer und Halle, mit diesem Symposium zu schließen. Darüber hinaus setzen sich beide Experten auch in den Arbeitsgruppen und Programmkommissionen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie und der European Association of Cardiac Prevention and Rehabilitation für die sportlichen Belange von Athleten und Patienten ein.

Dank dem Sponsoring durch die Industrie war es möglich die Teilnahme am genannten Symposium kostenlos anzubieten. Das Östereichisch-Deutsche Sportkardiologie Symposium wird im jährlichen Wechsel in Salzburg bzw. in München ausgetragen. 2014 war der Veranstaltungsort Salzburg. Das nächste Symposium wird wieder in München stattfinden, und zwar am 5. Dezember 2015. 

 

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