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Kardiologie 6. Dezember 2014

Zeitplan für die neue Medizin-Fakultät in Oberösterreich

Seit Herbst 2014 hat die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz eine Medizinische Fakultät. Damit wurde ein wichtiges Zukunftsprojekt für die JKU und das Bundesland Oberösterreich Realität.

Im Zusammenwirken mit den drei bestehenden Fakultäten, der modernen Spitalslandschaft sowie der medizinnahen Industrie und Wirtschaft ist für den Standort Oberösterreich ein enormes Synergiepotenzial gegeben.

Die Medizinische Fakultät der JKU soll zum Ausgangspunkt eines Medical Valley werden und nachhaltige Impulse nicht nur für die Universität, sondern in und über die Grenzen von Oberösterreich hinaus setzen. Bereits jetzt wird an 66 Instituten und Abteilungen der JKU in medizinischen oder medizinnahen Bereichen geforscht.

Schulterschluss für Sicherung des medizinischen Standards

Dass dieses Zukunftsprojekt Wirklichkeit werden konnte, ist der Zusammenarbeit von Bund, Land OÖ, Stadt Linz, Medizinische Universität Graz, Medizinische Gesellschaft für OÖ und JKU zu verdanken.

Das Bachelorstudium Humanmedizin wird gemeinsam mit der Medizinischen Universität Graz durchgeführt. Es dauert sechs Semester, wobei die Studienfächer und -module der ersten vier Semester an der Medizinischen Universität Graz absolviert werden. Ab dem 5. Semester kommen die Studierenden zurück an die JKU. Für das Studienjahr 2014/15 hat die JKU 60 Plätze für das Bachelorstudium Humanmedizin angeboten. Die Kapazität wird innerhalb von acht Jahren schrittweise auf 300 Studienanfänger erhöht. Im Rahmen der Kooperation der beiden Universitäten ist eine dauerhafte Entsendung von 120 (im Vollausbau von insgesamt 300) Studierenden für die vorklinische Ausbildung in Graz vorgesehen. Wissenschaftliche Schwerpunkte des Studiums sind Klinische Alters- und Versorgungsforschung – beides Bereiche, die sich gut für Forschungskooperationen mit anderen Medizinischen Universitäten eignen.

Kepler-Universitätsklinikum entsteht schrittweise

2028 soll der Ausbau der Medizinischen Fakultät der JKU abgeschlossen sein. 32 Lehrstühle – 24 klinische und 8 nicht-klinische – sind geplant. Die ersten universitären Berufungsverfahren werden derzeit eingeleitet. Zum künftigen Kepler-Universitätsklinikum werden drei Linzer Krankenanstalten zusammengeschlossen - das AKh Linz, die Landes- Frauen- und Kinderklinik und die Wagner Jauregg Nervenklinik.

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