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Prim. Prof. DDr. Josef NIEBAUER, MBA, (c) Foto Wild + Team
 
Kardiologie 14. Oktober 2014

ÖKG: Kardiologische Rehabilitation, Sekundärprävention und Sportkardiologie

Arbeitsgruppe 13 stellt sich vor

Unsere Arbeitsgruppe ist aus der Zusammenlegung der AG Primärprävention und Atherosklerose und der AG Sekundärprävention, Rehabilitation und Sportkardiologie entstanden.

Während das Ziel der Primärprävention die Verhinderung der Entstehung kardialer Erkrankungen ist, soll durch die Sekundärprävention das Voranschreiten kardialer Erkrankungen verhindert bzw. verlangsamt werden. Im Fokus steht die Bewusstmachung der Risikofaktorenstratifzierung und Therapie sowohl bei noch Nichterkrankten als auch die frühzeitige und zielwertorientierte Therapie von Riskofaktoren wie körperliche Inaktivität, Diabetes, Hyperlipidämie, Adipositas, Hypertonie, Nikotinabusus etc. Diese Herausforderung ist der wesentliche Meilenstein in der Primär- und Sekundärprävention, um die erhöhte Morbidität und Mortalität aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen zu senken. Dabei ist die kardiologische Rehabilitation und Sekundärprävention die koordinierte Summe der Maßnahmen, die benötigt werden, um die bestmöglichen physischen, psychischen und sozialen Bedingungen zu schaffen, damit Patienten mit chronischer oder auf ein akutes Ereignis folgender kardiovaskulärer Erkrankung aus eigener Kraft ihren gewohnten Platz in der Gesellschaft bewahren oder wieder einnehmen und durch verbesserte Lebensgewohnheiten das Fortschreiten der Erkrankung begrenzen oder umkehren können.

Wenngleich für die kardiologische Rehabilitation eine Klasse IA Empfehlung vorliegt und die aktuelle nationale und internationale Literatur dafür plädiert alle geeigneten Patienten möglichst unmittelbar nach einem Ereignis in die ambulante und/oder stationäre Rehabilitation einzuschließen, werden weiterhin in Österreich nur 20-30% der Patienten rehabilitiert. Daher müssen Wege gefunden werden, um eine adäquate, auch wohnortnahe Infrastruktur zu schaffen. Auch wäre es wichtig, Inhalte der Primärprävention, Sekundärprävention und Rehabilitation umfassend im Medizinstudium und in der Facharztausbildung zu lehren.

Die Sportkardiologie ist das jüngste Teilgebiet unserer Arbeitsgruppe und widmet sich den Wirkungen der körperlichen Aktivität im Allgemeinen und des Sports im Speziellen auf das kardiovaskuläre System in den verschiedenen Leistungs- und Altersgruppen. Dem Verhindern des plötzlichen Herztods sowie möglicher sportassoziierter Gefahren kommt dabei zentrale Bedeutung zu und es stehen Fragestellungen der Leistungsphysiologie und der internistisch-kardiologischen Sportmedizin im Mittelpunkt.

Auch erscheinen immer mehr Athleten, gesunde Freizeitsportler und Patienten, die mehr Aktivität in ihr Leben bringen möchten, mit sportkardiologischen Fragestellungen in den Ordinationen und Spitälern. Durch die Veranstaltung von Symposien, wie etwa dem 3. Österreichisch-Deutschen Symposium für Sportkardiologie am 6.12.2014 im Universitätsklinikum Salzburg, soll der wachsenden Nachfrage Rechnung getragen und spezielles Wissen vermittelt werden.

An einer Adaptation der ESC-Empfehlung für ein Curriculum Sportkardiologie an österreichische Begebenheiten wird gearbeitet.

Leiter: Prim. Univ.-Prof. DDr. Josef Niebauer, MBA e-Mail:

stv. Leiter: Prim. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Hoppichler e-Mail:

stv. Leiter: Dr. Hartwig Bailer, MBA e-Mail:

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