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Kardiologie 2. September 2014

Prävalenz und klinische Bedeutung von mittels koronarer Multidetektor CT-Angiographie zufällig entdeckten nicht-koronaren kardiovaskulären Befunden

Ziel: der Studie war es, die Prävalenz und klinische Bedeutung von zufällig erhobenen Befunden nicht-koronarer kardialer Strukturen und mediastinaler großer Gefäße bei Patienten zu erheben, bei denen eine Koronare Computertomographische Angiographie (KCTA) durchgeführt worden war.

Methodik: Die Studie schloss 2096 konsekutive Patienten (1472 Männer und 624 Frauen – mittleres Alter: 55 Jahre) ein. Die kardiovaskulären Befunde wurden in 3 Gruppen entsprechend ihrer klinischer Bedeutung eingeteilt: Gruppe 1: der Befund machte eine sofortige Behandlung oder Intervention notwendig. Gruppe 2: die Befunde gaben Anlass zu klinischer Achtsamkeit, Kontrolle und/oder weiteren klinischen und/oder radiologischen Untersuchungen. Gruppe 3: die Befunde erforderten keine Kontrollen oder weitere Untersuchungen. Wir untersuchten auch, ob die erhobenen kardiovaskulären Diagnosen vor der Untersuchung schon bekannt waren.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 174 Anomalitäten (8,3 %) bei 170 Patienten entdeckt. 21 Befunde (12 %) wurden als der Gruppe 1 zugehörig eingestuft, 121 Befunde (69,5 %) der Gruppe 2 und 32 Befunde (18,5 %) der Gruppe 3. Der Großteil der kardiovaskulären Befunde (140/174; 80,5 %) waren vor der KCTA nicht bekannt und wurden daher als Zufallsbefunde gewertet.

Schlussfolgerungen: Nicht koronare kardiovaskuläre abnorme Befunde sind bei Patienten, bei denen eine KCTA durchgeführt wird, häufig. Es ist wichtig, diese Ergebnisse zu kennen, da solche Befunde eine sofortige Behandlung oder Intervention benötigen können. Bei der Befundung sollten daher alle dargestellten kardiale Strukturen mit großer Achtsamkeit betrachtet werden.

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