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© Katarina Boisits
Dr. Roela SADUSHI-KOLICI,MedUni Wien
 
Kardiologie 28. Mai 2014

Aktuelle Aktivitäten und Neuigkeiten aus dem Kardio-Pulmonalen Arbeitskreis der ÖKG

Arbeitsgruppe 10 stellt sich vor

Am 5. Weltsymposium in Nizza im Februar 2013 wurden die neuen Richtlinien der Pulmonalen Hypertension (PH) präsentiert. Neue genetische Krankheitsvarianten wurden der Gruppe 1 hinzugefügt, und hämolytische Anämien schieden aufgrund neuer Erkenntnisse aus der Gruppe 1 aus. Die Definition der PH bleibt weiterhin eine hämodynamische Definition. Das Wiener PH-Zentrum hat mit einer rezenten Publikation (Gerges et al.) zur Berücksichtigung des diastolischen pulmonalen Gradientens (DPG) für die Definition der PH bei Linksherzerkrankung beigetragen. Diese Erkrankung hängt mit dem Lungengefäßsystem zusammen. Die Bedeutung von Vasodilatatoren in dieser Indikation ist aber noch ungewiss. Mehrere rezente Publikationen von Mitgliedern des KPA (Bonderman D, Mascherbauer J, und Lang IM) illustrieren Interesse und wissenschaftliches Engagement in dieser Domäne.

Eines der Hauptziele unseres Arbeitskreises ist die Vernetzung von Medizinischen Universitäten innerhalb und außerhalb des Landes, um wissenschaftlichen und klinischen Austausch zu ermöglichen. In der Behandlung von Patienten mit nicht operabler CTEPH durch die Anwendung vom subkutanem Prostazyklin wird mit dem PH-Zentrum in Linz (R. Mascherbauer), und mit Zentren in der Tschechischen Republik, Polen, Kroatien und Slowenien zusammengearbeitet.

Im Februar dieses Jahres kamen Mitarbeiterinnen aus dem Universitätsspital Zürich für eine einwöchige Beobachtung im klinischen Alltag und zum näheren Kennenlernen der Patientenbegleitung mit PH auf Besuch. Parenterale Prostazyklintherapien benötigen ein gut funktionierendes, motiviertes und immer erreichbares Team, welches aus Arzt, Patient und Techniker mit kontinuierlicher telefonischer Erreichbarkeit besteht.

Zur Vertiefung des klinischen Wissens und Weitergabe an ärztliches und krankenpflegerisches Personal wird von uns jährlich eine Lungenhochdruck-Akademie im AKH abgehalten. Die hohe Qualität und internationale Besetzung hat dazu geführt, dass diese Veranstaltung, die ein- bis zweimal jährlich durchgeführt wird, ein Fixpunkt im Fortbildungsangebot für zentral-und osteuropäische Länder geworden ist. Erstmals wird 2014 eine 2-tägige CTEPH Akademie gemeinsam mit den Thoraxchirurgen veranstaltet.

Seit dem Jahre 2008 haben wir uns stark an der Entstehung, Entwicklung und Durchführung des Europäischen Registers für chronisch thromboembolische pulmonale Hypertension (CTEPH) beteiligt. Eine der wichtigsten Aufgaben dieses Registers ist Awareness für CTEPH zu erhöhen. Eine Reihe von Publikationen über klinische Charakteristika, Risikofaktoren, dem chirurgischen Management und dem Langzeitergebnis der chirurgischen Intervention haben relevante neue Informationen erbracht. Am 2. und 3. Juni 2014 findet der internationale CTEPH Kongress in Paris statt, organisiert von der internationalen Gesellschaft für CTEPH (ICA).

Der Kardio-pulmonale Arbeitskreis ist eine hoch spezialisierte Gruppe mit großem klinischen und wissenschaftlichen Einsatz und mit dem Ziel, national und international den Fortschritt von praktischer und wissenschaftlicher Innovation für Patienten mit Lungengefäßerkrankung voranzutreiben.

AG-Leiterin:

Dr. Roela SADUSHI-KOLICI

Mail:

Stv. Leiter:

Univ.-Prof. Ralf GEIGER

Mail:

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