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Kardiologie 28. Mai 2014

Erfahrungen mit dem HeartWare Ventricular Assist System

Die Implantation eines Left Ventricular Assist Devices hat sich zu einer Standardtherapieoption der terminalen Herzinsuffizienz entwickelt. Wir präsentieren die Ergebnisse der ersten 100 HeartWare Ventricular Assist System (HVAD) Patienten an unserem Zentrum im AKH Wien.

Methoden und Ergebnisse

Es handelt sich um eine retrospektive Datenanalyse von 100 HVAD-Patienten zwischen März 2006 und August 2013 im Hinblick auf Demografie, Häufigkeit von Komplikationen, Dauer der Unterstützung und klinischen Outcome-Parametern, wie Mortalität oder erfolgreiches Bridging zur Transplantation.

Das Patientenalter betrug im Mittel 55±13 Jahr. 82% der Patienten waren männlich, in 43% lag eine ischämische Kardiomyopathie als Grunderkrankung vor. Zum Implantationszeitpunkt befanden sich 30% der Patienten im Intermacs Level 1, 12% im Intermacs Level 2, 26% im Intermacs Level 3 und 26% in den Intermacs Leveln 4-7. Die Unterstützungsdauer mit dem HVAD betrug im Mittel 409±319 Tage.

28 Patienten konnten erfolgreich einer Herztransplantation zugeführt werden, bei einem Patienten kam es zur Erholung der Herzfunktion, das System konnte erfolgreich explantiert werden. 27 Patienten starben während der herzunterstützenden Therapie und 44 Patienten sind derzeit noch am Device. Bei 28 Patienten kam es zu mindestens einer Blutungsepisode (43% chirurgische Blutungen, 33% gastrointestinal, 24% intrakraniell). Thromboembolische Komplikationen wurden in 18 Patienten beobachtet (50% Pumpenthrombus, 50% ischämischer Insult). Bei sieben Patienten kam es im Langzeitverlauf zu klinisch relevantem Rechtsherzversagen. 13% dieser Komplikationen endeten fatal. Die 30-Tage und die In-hospital Mortalität waren beide niedrig, mit jeweils 8 bzw. 15%. Das 1-Jahres Überleben lag bei 80%.

Conclusio

Das HVAD stellt eine sichere und suffiziente Art der herzunterstützenden Therapie bei terminaler Herzinsuffizienz mit exzellenten klinischen Ergebnissen dar.

Die Ergebnisse präsentiert Dr. Julia Riebandt

am Donnerstag, den 29. Mai, um

14:45 - 16:15 im Papageno-Saal

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