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© TILAK/Günter Kresser
Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz, Vorstand der Klinik für Innere Medizin III der MedUni Innsbruck.
 
Kardiologie 1. April 2014

Hot Spot Innsbruck

Mit 930 Teilnehmern hat sich der 16. Kardiologie-Kongress in Innsbruck reger Nachfrage erfreut – ein Resümee von Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz, Vorstand der Klinik für Innere Medizin III der MedUni Innsbruck.

Dieser Kongress fand erstmals unter Ihrer Federführung statt. Welche Bilanz ziehen Sie?

Franz: Nun, ich habe im Juli des Vorjahres die Leitung der Kardiologie der MedUni Innsbruck übernommen. Bei meinem Amtsantritt hat mir mein Vorgänger, Prof. Dr. Pachinger, auch die Verantwortung für diesen sehr renommierten Kongress übertragen. Die Zeit für die Organisation war somit sehr kurz. Man könnte sagen, ich bin auf einen fahrenden D-Zug aufgesprungen, den ich dann auch noch lenken musste. Umso mehr freue ich mich, dass die Tagung ein voller Erfolg war, mit Vorträgen auf höchstem Niveau und vielen interessanten Diskussionen.

Welche Erfahrungen haben Sie in der Vorbereitung gemacht?

Franz: Ich habe viel Unterstützung bekommen, nicht nur aus dem fachlichen, sondern auch aus dem politischen Bereich. Daran konnte ich erkennen, wie wichtig dieser Kongress für das Land Tirol und für die Stadt Innsbruck ist. Auch für die kardiologische Szene in Österreich ist diese von Pachinger initiierte Veranstaltung von großer Relevanz, wie die vielen positiven Rückmeldungen zeigen.

Haben Sie mit so vielen Teilnehmern gerechnet?

Franz: Mit über 900 Besuchern wurden meine Erwartungen weit übertroffen. Zwei Dinge erfüllen mich mit besonderer Freude. Zum einen, dass die Industrie erstmals im Rahmen dieses Kongresses ein Satellitensymposium für kardiologisches Assistenzpersonal unterstützt hat. Diese Berufsgruppe hat großen Anteil an der Durchführung der zum Teil sehr komplizierten interventionellen Verfahren. Zum anderen, dass sich die Firma Biosensor spontan bereit erklärt hat, Wissenschaftspreise für die besten Abstracts zu stiften.

Wer war der Gewinner?

Franz: Dr. Philipp Hörmann für seine Arbeit über die virus-negative Myokarditis. Zwei der vier ausgewählten Arbeiten kamen aus der Grundlagenforschung, die anderen zwei Arbeiten aus dem klinischen Bereich. Als Gewinner wurde bewusst eine klinische Arbeit ausgewählt. Wir wollten damit ein klares Zeichen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Bereich setzen.

Die Preisverleihung bei der Innsbrucker Kardiologie Tagung war ein Novum. Soll dieser Programmpunkt beibehalten werden?

Franz: Es würde mich sehr freuen, wenn sich auch in den kommenden Jahren Sponsoren für diesen Preis, der an junge Wissenschafter aus der Kardiologie verliehen wird, finden.

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