zur Navigation zum Inhalt
 
Kardiologie 25. März 2014

Nachhaltige Wirkung der ambulanten kardiologischen Rehabilitation in Österreich: Daten aus einem Österreichweiten Register

Ziel: Es war Ziel dieser Studie, die Wirksamkeit der ambulanten kardiologischen Rehabilitation Phase II und III nach dem Modell der Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Rehabilitation (AGAKAR), folgend den Guidelines der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG), zu untersuchen.

Methodik: Alle Ambulatorien, die Vertragspartner der Österreichischen Sozialversicherungen sind, gaben die Daten aller Patienten, die zwischen 1.1.2009–30.11.2011 eine ambulante kardiologische Rehabilitation der Phase II und III abschlossen, prospektiv in eine Web-basierte Datenbank ein.

Ergebnisse: Es gelangten für die Phase II 1432 und für die Phase III 1390 Datensätze zur Auswertung. Während der Phase II verbesserten sich die Patienten um 20 (-193-240) Watt, erreichten 91,0 % einen systolischen Blutdruck von < 140 mmHg, 66,1 % ein LDL < 100 mg/dl, 69,8 % Triglyceride < 150 mg/dl und bei den Männern 66,2 % einen Bauchumfang < 102 cm. Am Ende der Phase III wurden die Zielwerte von einem noch größeren Teil der Patienten erreicht, wobei die Ergebnisse dann am besten waren, wenn der Phase III eine ambulante anstelle einer stationären Phase II vorausging. Auch nahmen Depression im Laufe der Phase II und III ab und verbesserte sich die Lebensqualität.

Schlussfolgerungen: Diese Daten beweisen die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der ambulanten kardiologischen Rehabilitation der Phase II und III nach dem Modell der AGAKAR und folgend den Guidelines der ÖKG, wobei die Phase III nicht nur nach einer ambulanten, sondern auch nach einer stationären Phase II nachhaltige Wirkung zeigte. Diese Ergebnisse sollten dazu Anlass geben, diese Evidenz-basierte und Leitlinien-konforme ambulante Rehabilitation lückenlos, flächendeckend, berufsbegleitend und wohnortnah anzubieten und nicht mehr nur auf wenige Zentren zu beschränken.

Prof. Josef Niebauer, Karl Mayr, Hanns Harpf, Peter Hofmann, Edith Müller, Manfred Wonisch, Rochus Pokan, Werner Benzer, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2014

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben