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MRT eines Herzens mit Tumoren.
 
Kardiologie 14. Jänner 2014

Ausbildungskatalog für kardiale Schnittbildverfahren im Rahmen des Additivfachs Kardiologie

Empfehlungen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft.

Schnittbildverfahren haben in der kardiologischen Diagnostik in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Die kardiale Multislice  Computertomographie (MSCT) hat sich als ein exaktes Verfahren mit hohem negativ prädiktiven Wert zum Ausschluss einer wirksamen koronaren Herzerkrankung (KHK) insbesondere in einem Kollektiv mit niedrig bis niedrig-intermediären Risikoprofil erwiesen und kann durch prospektives Triggern auch mit niedriger Strahlenbelastung durchgeführt werden.
 
Die kardiale Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine wertvolle Methode in der Vitalitätsdiagnostik und findet darüber hinaus einen wichtigen Platz in der Diagnostik entzündlicher Myokarderkrankungen, Kardiomyopathien und zahlreicher anderer kardialer Erkrankungen. Für beide Verfahren hat die Arbeitsgruppe (AG) für Kardiologische MR, CT und Nuklearmedizin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) Konsensusberichte mit der Österreichischen Röntgengesellschaft (ÖRG) zu Durchführung und Indikationsstellung verfasst.
 
Aufgrund der zunehmenden Verbreitung dieser Methoden hat sich die Notwendigkeit ergeben, in der Ausbildung mehr Augenmerk auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit diesen relativ neuen Verfahren zu richten. Damit soll verhindert werden, dass insbesondere zur CT ungeeignete PatientInnen mit hohem Risikoprofil zugewiesen werden, und insbesondere die MRT für ungeeignete Fragestellungen herangezogen wird. Während die kardiale Bildgebung bereits seit langem fixer Bestandteil des Ausbildungscurriculums und der Facharztprüfung in der Radiologie ist, sind im aktuellen Rasterzeugnis der Österreichischen Ärztekammer für das Zusatzfach Kardiologie nur Kenntnisse der „Interpretation von Herzstudien von CT und MRI“ gefordert.
 

Julia Mascherbauer, Marion Avanzini, Emel Pichler-Cetin, Philipp Pichler, Gert Klug, Peter Dolliner, Guy Friedrich, Martin Gessner, Karin Hawlisch, Johannes Niel, Herwig Schuchlenz, Regina Steringer-Mascherbauer, Norbert Watzinger, Herbert Frank, Paul Wexberg, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2013

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